Eine richtig eigenständige Marke wurde Mini erst ab 2001 unter BMW-Führung. Vorher hießen die kleinen Flitzer zwar umgangssprachlich auch Mini, waren im Vertrieb aber diversen Firmen wie Rover, Austin (als Austin Seven) oder Morris (als Morris Mini Minor) zugeordnet. Der Grund lag im Mehrmarken-Konzern BMC, später British Leyland. Die Idee dahinter war nicht falsch, man erhoffte sich höhere Stückzahlen und eine bessere Produktivität. Aber es ging fast alles schief: Die verschiedenen Fahrzeugpaletten passten kaum zusammen, oft fanden sich die gleichen Modelle unter anderem Emblem bei mehreren Marken und die Neuentwicklungen waren unausgereift. Hinzu kamen Streits im Manegement, Rivalitäten unter den Marken und heftige Streiks. ,Britisch Elend", wie man hierzulande spottete, musste 1975 vom Staat gerettet werden und wurde bis 1988 wieder auseinanderdividiert.