Verkauf ist durch: Porsche bekommt eine Milliarde für Bugatti
Der im April angekündigte Ausstieg ist abgeschlossen und bringt Porsche rund eine Milliarde Euro ein
Jetzt ist der Deal tatsächlich durch. Porsche hat seine Beteiligungen an Bugatti Rimac und der Rimac Group verkauft. Nach der Genehmigung durch die zuständigen Behörden wurde die bereits im April 2026 vereinbarte Transaktion am 9. September abgeschlossen. Für Porsche bedeutet der Abschied einen Mittelzufluss von rund einer Milliarde Euro.
Über den geplanten Verkauf hatten wir bereits im April berichtet. Nun ist Porsche seine beiden Beteiligungen vollständig los. Der Sportwagenhersteller hielt bislang 45 Prozent an Bugatti Rimac sowie 21 Prozent an der Rimac Group. Die übrigen 55 Prozent von Bugatti Rimac lagen bei der Rimac Group.
Neue Eigentümer bei Bugatti Rimac
Käufer ist ein Konsortium unter Führung der US-Investmentgesellschaft HOF Capital. Größter Investor innerhalb des Konsortiums ist BlueFive Capital. Daneben sind weitere institutionelle Investoren aus den USA und Europa beteiligt. Die Verträge für den Eigentümerwechsel hatten die Parteien bereits im April unterzeichnet.
Porsche und Rimac hatten Bugatti Rimac 2021 als Joint Venture gegründet. Der Sportwagenhersteller aus Stuttgart zieht sich damit nach fünf Jahren aus der Beteiligung zurück. Porsche selbst begründet den Verkauf mit der stärkeren Konzentration auf das Kerngeschäft.
Finanziell macht sich der Deal deutlich bemerkbar. Von den rund eine Milliarde Euro Verkaufserlös will Porsche 250 Millionen Euro für eine weitere Ausfinanzierung seiner Pensionsverpflichtungen verwenden.
Porsche hebt seine Prognose an
Gleichzeitig hebt das Unternehmen seine Prognose für die Netto-Cashflow-Marge Automobile im Geschäftsjahr 2026 an. Statt der bislang erwarteten 3 bis 5 Prozent rechnet Porsche nun mit 5,5 bis 7,5 Prozent. Die bisherige Prognose hatte mögliche Effekte aus Verkäufen von Beteiligungen noch nicht berücksichtigt.
Auch bei Bugatti Rimac bringt der Eigentümerwechsel Veränderungen mit sich. Mate Rimac bleibt CEO von Bugatti Rimac und übernimmt zusätzlich die Position des Präsidenten von Bugatti Automobiles. Christophe Piochon gibt dagegen seine Ämter als Bugatti-Präsident und Chief Operating Officer von Bugatti Rimac ab.
Mate Rimac
Neue Aufgaben für Mate Rimac
Marko Brkljačić, bislang Chief Operating Officer bei Rimac Technology, wechselt als neuer COO in die Führung von Bugatti Rimac. Hendrik Malinowski, bislang Geschäftsführer von Bugatti, soll künftig als Chief Commercial Officer der Marke tätig sein.
Für Bugatti fällt der Eigentümerwechsel in eine wichtige Phase. Im Juli 2026 eröffnete das Unternehmen in Molsheim die neue Produktionsstätte “La Manufacture”. Gleichzeitig befindet sich der Tourbillon in der letzten Erprobungsphase. Damit beginnt das nächste Kapitel bei Bugatti nun ohne Porsche als Anteilseigner.
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