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Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé: Elektro-Extremist im Wintertest
Der Wagen hat drei Axialfluss-Elektromotoren und Allradantrieb

Bild von: Mercedes-Benz
Roland Hildebrandt 
Von: Roland Hildebrandt
2. Apr. um 11:28 Uhr
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Mercedes-AMG bereitet den Marktstart des neuen GT 4-Türer Coupés vor. Vor der anstehenden Weltpremiere hat der vollelektrische Sportwagen die finale Wintererprobung im nordschwedischen Arjeplog abgeschlossen. Bei den Tests auf dem AMG-eigenen Gelände standen die Feinabstimmung der Regelsysteme sowie die Erprobung des Antriebsstrangs unter extremen klimatischen Bedingungen im Vordergrund.
Zentrales Element der Fahrdynamikregelung ist das System AMG RACE ENGINEER. Es bündelt die Steuerung von Hard- und Softwarekomponenten und lässt sich über drei Drehregler in der Mittelkonsole bedienen. Ziel ist eine individuelle Konfiguration der Fahrzeugcharakteristik.
Bildergalerie: Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé (2026) Wintertest mit Prototypen

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Quelle: Mercedes-Benz
Die "Response Control" regelt das Ansprechverhalten der Elektromotoren auf die Gaspedalstellung. Die Bandbreite reicht von einer komfortorientierten Auslegung bis hin zu einer direkten Kraftentfaltung. Die "Agility Control" beeinflusst das Einlenk- und Kurvenverhalten durch eine variable Momentenverteilung.
Das System simuliert dabei unterschiedliche Radstände, was laut Mercedes-AMG die Spreizung zwischen Untersteuern und kontrolliertem Übersteuern ermöglicht. Diese Funktion ist an die Fahrprogramme S, S+ oder Race gekoppelt und setzt ein deaktiviertes ESP voraus. "Traction Control": Wie bereits bei den Verbrenner-Modellen AMG GT R und Black Series kann der Schlupf an der Hinterachse in neun Stufen reguliert werden.
Allradantrieb mit drei Motoren
Der Antrieb des neuen GT 4-Türer Coupés basiert auf drei Axial-Fluss-Motoren. Die Konfiguration ermöglicht den vollvariablen Allradantrieb AMG Performance 4MATIC+. Da die Elektromotoren voneinander entkoppelt sind, kann das Antriebsmoment nicht nur zwischen den Achsen, sondern auch zwischen den einzelnen Hinterrädern (Torque Vectoring) verteilt werden. Die Sensorik erkennt durchdrehende Räder und passt die Kraftverteilung situativ an, was insbesondere auf Schnee und Eis die Traktion stabilisieren soll.

Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé (2026) Wintertest mit Prototypen
Bild von: Mercedes-Benz
Beim Bremssystem setzt AMG auf eine Mischlösung: An der Vorderachse kommt eine Carbon-Keramik-Bremsanlage zum Einsatz, während an der Hinterachse Stahlbremsen verbaut sind. Ein hydraulisches Verbundsystem koordiniert dabei den Übergang zwischen der Rekuperation durch die Motoren und der mechanischen Reibbremse.
Fahrwerk und Thermomanagement
Das Fahrzeug verfügt über das AMG ACTIVE RIDE CONTROL Luftfahrwerk. Die Besonderheit liegt in der semi-aktiven Wankstabilisierung, die ohne mechanische Stabilisatoren auskommt. Stattdessen sind die Federbeine über ein Hydrauliksystem miteinander verschaltet. Ein 8,2-Liter-Druckspeicher ermöglicht zudem eine geschwindigkeitsabhängige Niveauregulierung zur Optimierung der Aerodynamik.
Um die Leistungsfähigkeit der Batterie bei niedrigen Temperaturen sicherzustellen, nutzt AMG ein Direktkühlungssystem. Ein elektrisch nichtleitendes Kühlmittel umströmt dabei jede einzelne Zelle innerhalb der lasergeschweißten Module. Dieses Wärmemanagement soll sowohl das schnelle Aufheizen der Batterie auf Betriebstemperatur als auch die Kühlung bei hoher Abrufleistung gewährleisten.
Insgesamt umfasste das Erprobungsprogramm mehr als 500 Einzeltests, in denen insbesondere die Abstimmung des ESP und der Kraftverteilung auf Reibwert-Splitting-Fahrbahnen und Eisflächen validiert wurde.
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