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Abarth plant Verbrenner-Comeback: Kommt ein heißer Grande Panda?
Die schwache Nachfrage nach rein elektrischen Performance-Modellen zwingt auch Abarth zum Umdenken

Bild von: Fiat
Stefan Wagner 
Von: Stefan Wagner
16. Mär. um 12:38 Uhr
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Eigentlich sah der Plan für Abarth eine rein elektrische Zukunft vor. Mit dem Abarth 500e und dem größeren Crossover 600e wollte die italienische Performance-Marke zeigen, dass der Skorpion auch lautlos funktioniert (wobei der 500er eine der nervigsten künstlichen Klangquellen der jüngeren Geschichte nutzt). Doch die Realität auf den Märkten sieht anders aus: Die Verkaufszahlen der Elektro-Sportler bleiben weit hinter den Erwartungen zurück.
Besonders deutlich wird dies auf dem deutschen Markt Während Abarth im Jahr 2024 – als die Verbrenner-Modelle 595 und 695 noch verfügbar waren – rund 2.200 Neuzulassungen verzeichnete, brachen die Zahlen im Jahr 2025 massiv ein. Nach dem Schwenk auf ein rein elektrisches Portfolio sanken die Verkäufe in Deutschland auf geschätzt nur noch rund 650 Einheiten.
Bildergalerie: Abarth 600e (2024)

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Blickt man auf ganz Europa, sanken die Verkäufe Schätzungen zufolge von gut 7.500 im Jahr 2024 auf um die 2.000 im letzten Jahr (in den offiziellen Statistiken, etwa der des Kraftfahrt-Bundesamtes, werden die Abarth-Modelle nicht einzeln ausgewiesen und Abarth selbst veröffentlicht aktuell keine Verkaufszahlen). Dieser drastische Rückgang sorgt in der Turiner Konzernzentrale nun möglicherweise für eine strategische Kehrtwende.
Fiat hat bereits auf die flaue EV-Nachfrage reagiert und den Fiat 500e nachträglich so umkonstruiert, dass er auch als Hybrid vom Band laufen kann. Nun rückt der neue Fiat Grande Panda ins Visier von Abarth.
Der im letzten Jahr vorgestellte Grande Panda nutzt die "Smart Car"-Architektur von Stellantis (ähnlich wie der Citroën C3 und der Opel Frontera). Diese Plattform kann sowohl Elektroantriebe als auch Verbrenner und Hybride aufnehmen. Wie die britische Autocar berichtet, arbeitet Abarth bereits an einer Hochleistungsversion des Grande Panda, auch wenn die endgültige Freigabe für die Serie noch aussteht.
Gaetano Thorel, Chef von Fiat und Abarth Europa, gab sich gegenüber Autocar geheimnisvoll, aber optimistisch: „Wir werden das Erbe von Abarth definitiv für etwas Neues nutzen. Mehr können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.“
Ein wesentlicher Grund für die Zurückhaltung der Kunden ist laut Marken-Chef Olivier François wie so oft die fehlende Emotionalität. Während Elektroautos zwar eine beeindruckende Beschleunigung bieten, fehle den "Abarthisti" der Sound und das rohe Fahrgefühl.
Gaetano Thorel ergänzt: „Abarth ist mehr als nur eine Performance-Marke, es ist eine Tuning-Marke. Wer früher einen Abarth kaufte, liebte es, selbst Hand an den Motor zu legen, um ihn zu verbessern. Bei einem Elektroauto ist das unmöglich. Ein Abarthista kann die Technik nicht mehr 'berühren'.“

Fiat Grande Panda 4x4 Manifesto (2025)
Bild von: Fiat
Technisch könnte Abarth beim Grande Panda auf eine innovative Lösung setzen. Fiat zeigte bereits ein Konzept des Grande Panda 4x4, das eine „elektrifizierte, innovative Hinterachse“ besaß. Dies würde bedeuten: Ein Verbrennungsmotor treibt die Vorderwagen an, während ein Elektromotor bei Bedarf für zusätzlichen Boost und Allradtraktion sorgt.
Ob eine sportliche Variante des Grande Panda am Ende wirklich mit einem Benzinmotor röhrt, hängt nun von der technischen Machbarkeit und der DNA ab, die Abarth dem Wagen einhauchen kann. Thorel dazu: „Die elektrischen Abarths sind super Hochleistungsautos, aber ein Abarthista kann sie nicht anfassen, nicht selbst Hand anlegen. Deshalb prüfen wir die Möglichkeit, wieder einen Abarth mit Verbrennungsmotor zu bauen – allerdings nur, wenn wir ihm die richtige DNA mitgeben können. Wenn es technisch möglich ist und wir dazu in der Lage sind, werden wir es tun.“
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