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BMW 7er Facelift (2026) behält riesige Niere und geteilte Scheinwerfer

BMW implementiert aktuell eine komplett neue Designsprache, doch der 7er scheint seine kontroverse Frontpartie zu behalten

2027 BMW 7 Series teaser

Bild von: BMW

Von: Adrian Padeanu

Übersetzt von: Stefan Wagner

Veröffentlicht von: Stefan Wagner

12. Mär. um 11:47 Uhr

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Der neue iX3 markiert für BMW einen radikalen Designbruch – und diverse Münchner Baureihen bekommen in Zukunft das neue Erscheinungsbild übergestülpt. Ganz offensichtlich gehört das kommende 7er Facelift nicht dazu. Nach diesem neuen Teaserbild zu urteilen, bleibt es bei der hochkontroversen Frontpartie. 

BMW gewährt uns vorab einen Blick auf das aktualisierte Flaggschiff, ehe die Luxuslimo dann im nächsten Monat offiziell enthüllt wird. Zu sehen ist der Rivale der erst kürzlich gelifteten Mercedes S-Klasse auf der Auto China in Peking – ein passender Rahmen, denn in China sind große Limousinen weiterhin gefragt.

Obwohl das Auto im Teaser weitgehend im Schatten bleibt, ist schon jetzt erkennbar, dass sich das Frontdesign im Vergleich zum aktuellen Modell (seit rund vier Jahren auf dem Markt) nicht grundlegend verändern wird. Für viele mag das ein Schock sein, zumal die bisherigen Erlkönigbilder den Anschein erweckten, dass man die radikale und weitgehend unbeliebte Frontpartie entschärfen würde. 

Die LED-Kontur des Kühlergrills macht unmissverständlich klar, dass die XXL-Niere bleibt. Eine interessante Entscheidung, zumal etwa der neue i3 oder der kommende X5 optisch komplett anders auftreten werden. Die Elektro-Limousine – und damit indirekt auch der nächste 3er – soll einen breiten, flachen Grill bekommen, der in die Scheinwerfer übergeht. Ebenso der X5 (und wahrscheinlich auch der modellgepflegte X1). Genau das ist hier nicht der Fall: Der 7er behält offenbar die Designelemente, die diese Generation so streitbar gemacht haben.

BMW 7er (G70) vor dem Facelift

BMW 7er (G70) vor dem Facelift

Der obere Streifen der LED-Tagfahrlichter wirkt noch flacher als bisher und sitzt erneut oberhalb der eigentlichen Hauptscheinwerfer. Von dieser markanten Aufteilung wird man sich nicht so schnell verabschieden: Auch der nächste X7, der 2027 kommen soll, wird ein ähnliches Gesicht tragen.

BMW gestaltet seine größten Fahrzeuge häufig besonders mutig – dazu zählt auch der XM, der bisher deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibt. Der elektrische iX hat zwar keine geteilten Scheinwerfer, war aber das erste SUV der Marke, das bei seinem Debüt 2021 den riesigen Kühlergrill einführte. Auch sein Design wird weitgehend kritisch beäugt.

Während Mercedes zum S-Klasse-Facelift sagt, mehr als 50 Prozent der Teile seien neu, geht BMW noch weiter. Der 7er  sei nach dem LCI (Life Cycle Impuls - BMW-Sprech für Facelift) „fast ein komplett neues Fahrzeug“, so CEO Oliver Zipse. In der zweiten Lebenshälfte seiner siebten Generation muss sich der 7er zudem nicht mehr allzu lange mit zwei wichtigen Rivalen messen – Audi A8 und Lexus LS stehen vor dem Aus.

Der BMW-Chef erklärt obendrein, man hebe die Luxuslimousine „in Bezug auf Optik und Technologie auf ein völlig neues Niveau“. Der Teaser deutet allerdings darauf hin, dass sich das Exterieur optisch nur moderat verändert, während im Innenraum größere Umbrüche anstehen. Das radikal neue Cockpit des iX3 soll in den 7er einziehen – vermutlich in einer besonders hochwertigen Ausführung, passend zur Flaggschiff-Rolle.

Innenraum des BMW iX3 (Modelljahr 2026)

Innenraum des BMW iX3 (Modelljahr 2026)

Bild von: BMW


Motor1 meint: Es überrascht ein wenig, dass BMW an der bisherigen Formensprache festhält – wobei eine komplett neue Frontpartie womöglich schlicht zu teuer gewesen wäre. Auch ohne das neue Gesicht von 3er/i3 zu übernehmen, dürfte die Modellpflege dennoch viel Geld verschlingen. Bei einem Facelift die iDrive-Generation erneut zu wechseln und ein komplett neues System einzuführen, ist sicher kein günstiges Unterfangen.

Besonders spannend wird, wie der 7er mit Blick auf die Rückkehr einer Alpina-Version noch stärker in Richtung Luxus positioniert wird. BMW will offenbar gezielt gegen die Maybach-Variante der S-Klasse antreten, ohne dabei dem Rolls-Royce Ghost in die Quere zu kommen. Der noch luxuriösere 7er wird voraussichtlich später in diesem Jahr folgen und auf der überarbeiteten Version basieren.

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