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Die Welt des Automobils spielt sich 2026 an drei Fronten ab
Das neue Jahr stellt die Industrie vor wichtige Entscheidungen und strukturelle Veränderungen

Bild von: Motor1

Von: Juan Felipe Munoz
Übersetzt von: Roland Hildebrandt
Veröffentlicht von: Roland Hildebrandt
9. Jan. um 17:08 Uhr
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Das neue Jahr verspricht ebenso spannend wie turbulent zu werden. Die Weltwirtschaft steht vor einer Phase großer Unsicherheit, geprägt von geopolitischer Instabilität, Zweifeln an den tatsächlichen Auswirkungen des Booms der künstlichen Intelligenz und wachsenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China.
Die Automobilindustrie ist von diesen Faktoren nicht ausgenommen und muss sich auf große Herausforderungen einstellen. Was sind also die drei wichtigsten Ereignisse, die es 2026 in der Automobilwelt zu beobachten gilt?
1. Nicht-elektrische chinesische Autos
Chinesische Autos sind mittlerweile überall zu finden (mit Ausnahme von Nordamerika), und keine Zölle oder Handelsbarrieren scheinen ihre Expansion aufhalten zu können. Nachdem sie 2024 einen Anteil von 21 % am weltweiten Absatz von Leichtfahrzeugen erreicht haben, wird für 2025 ein Anstieg auf 25–27 % prognostiziert. Ihr rasantes Wachstum dürfte sich auch 2026 fortsetzen, dank der Erschließung neuer Märkte und der Erweiterung der Modellpalette.
Die Eröffnung lokaler Werke in Ländern wie
- Brasilien (GWM, GAC),
- Europa (Xpeng, Leapmotor, BYD, Chery),
- Südostasien (GWM, SGMW, Changan)
wird es den chinesischen Herstellern ermöglichen, ihre Präsenz weiter zu stärken.
Der interessanteste Aspekt ist, dass das für 2026 erwartete Wachstum nicht in erster Linie von rein elektrischen Fahrzeugen getragen wird, sondern von nicht vollständig elektrischen Modellen: Plug-in-Hybriden, Vollhybriden und Range Extendern.
Im ersten Halbjahr 2025 machten Nicht-Elektroautos 77 % der Neuzulassungen chinesischer Marken in den fünf wichtigsten europäischen Märkten aus. Benzin- und Dieselmodelle machten mehr als ein Drittel des Gesamtvolumens aus.

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2. Stellantis und Nissan
Die beiden Automobilkonzerne, die derzeit wahrscheinlich am meisten zu kämpfen haben, sind Stellantis und Nissan. Das Jahr 2026 wird zeigen, ob die neu ernannten CEOs (Antonio Filosa für Stellantis und Ivan Espinosa für Nissan) die negativen Ergebnisse des Jahres 2025 umkehren können oder nicht.
Für Stellantis wird es das Jahr der strategischen Entscheidungen über die Zukunft der 14 Marken des Konzerns sein, von denen sich viele in ernsthaften Schwierigkeiten befinden. Nissan hingegen muss schnell wieder in die Gewinnzone zurückkehren, um das Risiko einer möglichen Übernahme durch einen Konkurrenten zu vermeiden.

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3. Konsolidierung der chinesischen Automobilindustrie?
Der aggressive und anhaltende Preiskampf in China wird früher oder später seine Spuren hinterlassen. Einige Hersteller können dank effizienter Kostenstrukturen und großer Stückzahlen standhalten, aber viele andere werden mehr als nur staatliche Unterstützung benötigen, um zu überleben.
Die Konsolidierung der Branche ist in China ein politisch sensibles Thema, aber der Druck auf die Margen und das nachlassende Wachstum des heimischen Marktes könnten schwächere Marken dazu zwingen, sich mit größeren zusammenzuschließen.
Zu den potenziell betroffenen Namen gehören Nio, Li Auto, Dongfeng, JAC, BAIC, Xpeng und Seres.
Der Autor des Artikels, Felipe Munoz, ist Automotive Industry Specialist bei JATO Dynamics.
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