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Mazda plant Zweischeiben-Wankel für Amerika
Der CEO sagt, dass ein Rotor für dortige Kunden nicht leistungsfähig genug wäre


Von: Adrian Padeanu
Übersetzt von: Roland Hildebrandt
4. Dez. 2024 um 12:35 Uhr
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Mazda ist es ernst damit, den Wankelmotor auf lange Sicht am Leben zu erhalten. Nach der Markteinführung des MX-30 e-Skyactiv R-EV Anfang 2023, dessen 830-ccm-Kreiskolbenmotor als Generator dient, hat Mazda Anfang 2024 sein Wankel-Entwicklungsteam wieder ins Leben gerufen.
Etwa 36 Ingenieure arbeiten daran, "attraktive Autos zu bauen, die die Kunden begeistern", wobei ein Sportwagen nach dem Vorbild des Iconic SP-Konzepts offiziell in Erwägung gezogen wird. In einem neuen Interview mit Automotive News gab CEO Masahiro Moro weitere Details über die Zukunft des Wankelmotors bekannt. Die Mazda-Spitze räumte ein, dass es eine "große Herausforderung" sei, ein Aggregat zu entwickeln, der die immer strengeren Emissionsvorschriften in den Vereinigten Staaten erfüllt.
Bildergalerie: Mazda Iconic SP (2024)

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Quelle: Mazda
Der japanische Automobilhersteller sei jedoch "sehr nahe dran", sein Ziel mit einem Ein-Rotor-System wie dem MX-30 e-Skyactiv R-EV zu erreichen, einem kleinen Crossover, der nicht in Amerika verkauft wird. Aufgrund miserabler Verkaufszahlen wurde die rein elektrische Version in den USA nach dem Modelljahr 2023 eingestellt.
Moro argumentiert, dass ein Einscheiben-Wankel für Amerika, wo mehr Leistung benötigt wird, nicht ausreicht, weshalb Mazda einen Motor mit zwei Scheiben entwickelt. Das Konzept des Iconic SP hatte einen längs eingebauten Kreiskolbenmotor mit zwei Scheiben, aber wie beim MX-30, wo der Motor quer sitzt, trieb er nicht die Räder an. Stattdessen diente er als Generator zum Aufladen der Batterie, die wiederum einen Elektromotor antrieb.

Die Systemleistung des Sportcoupés, das eine nahezu perfekte Gewichtsverteilung von 50:50 aufwies, wurde mit 365 PS angegeben. Der Wagen wog 1.450 Kilogramm, war 4180 Millimeter lang, 1850 Millimeter breit, 1150 Millimeter hoch und hatte einen Radstand von 2590 Millimetern. Mazda sagte, man habe den Iconic SP absichtlich größer gemacht, um mehr Aufsehen zu erregen, könnte den Sportwagen aber für die Produktion auf die Größe eines MX-5 verkleinern.
"Wir haben mit einem einzigen Rotor getestet. In der nächsten Phase werden wir zu zwei Rotoren übergehen. Die Rotoren drehen sich separat in verschiedenen Kammern mit einer Welle. Wir müssen mehr Strom erzeugen. Zwei Rotoren werden mehr Leistung erzeugen, was für den US-Markt besser geeignet ist."
Der Teil, in dem der Mazda-CEO sagt, der Motor müsse "mehr Strom erzeugen", deutet an, dass das Zwei-Rotoren-System nicht mechanisch mit den Rädern verbunden sein wird. Folglich würde sich eine Serienversion des Iconic SP oder eines anderen Fahrzeugtyps ziemlich genau wie ein Elektrofahrzeug verhalten.

Mazda MX-30 R-EV Wankelmotor
In diesem Zusammenhang sprach Moro auch über den kürzlich angekündigten Skyactiv-Z-Motor und deutete an, dass dieser ohne Turboaufladung auskommen wird. Der neue Verbrenner, der ab 2027 in Serienfahrzeugen zum Einsatz kommt, ist der ultimative" Verbrennungsmotor für Mazda, ein völlig neuer Antriebsstrang, der sogar die für das nächste Jahrzehnt geplanten strengeren Vorschriften erfüllen soll. Er wird sowohl den Skyactiv-G als auch den Skyactiv-X ersetzen. Letzterer konnte sich trotz des Hypes um eine dieselähnliche Effizienz bei geringeren Emissionen nie wirklich durchsetzen.
"Normale Saugmotoren müssten ihre Leistung um 30 Prozent verringern, um die strengen Normen zu erfüllen. Aber dieser Motor [Skyactiv-Z] widersetzt sich dieser üblichen Theorie und behält seine Leistung bei, während er gleichzeitig hervorragende Umwelteigenschaften bietet."
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Quelle: Automotive News
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