Allerdings wird wohl eher Armin Laschet neuer französischer Präsident ...

Am 6. Juli 2021 hat Peugeot sein neues Hypercar vorgestellt, das dem neuen LMH-Reglement für die Langstrecken-WM entspricht. Dieser 9X8 getaufte Rennwagen kommt fast zwei Jahre nach der offiziellen Rückkehr von Peugeot zu den 24 Stunden von Le Mans, zehn Jahre nach dem letzten Auftritt der Marke auf der legendären Strecke an der Sarthe.

Mit seinem neuen Hypercar bricht Peugeot die Regeln mit einem besonders interessanten aerodynamischen Design, das vor allem den Verzicht auf einen Heckflügel beinhaltet. "Wir haben einen Grad an aerodynamischer Effizienz erreicht, der es uns erlaubt, auf dieses Element zu verzichten", bestätigt Jean-Marc Finot, Direktor von Stellantis Motorsport. "Aber fragen Sie mich nicht, wie! Wir beabsichtigen, dies so lange wie möglich geheim zu halten."

Das LMH-Reglement erlaubt mehr Freiheiten als das LMP1-Reglement, dank eines Leistungsfensters mit maximal erreichbaren Grenzen hinsichtlich aerodynamischem Abtrieb und minimalem Luftwiderstand, das jedem Hersteller fast freie Hand lässt, solange er sich an den definierten Rahmen hält.

Bildergalerie: Peugeot 9X8 Hypercar

Zur Erinnerung: Der Peugeot 9X8 ist mit einem Hybrid-Antriebsstrang ausgestattet, der einen 2,6-Liter-Twin-Turbo-V6 mit satten 680 PS und einen 200 kW (272 PS) starken Elektromotor an der Vorderachse kombiniert. Allerdings wird die Gesamtleistung, die er auf der Strecke entwickeln kann, gemäß dem bereits geltenden Reglement auf 500 kW (680 PS) begrenzt.

So weit, so gut. Aber das Reglement verpflichtet die Hersteller nicht, ein Kleinserienmodell für den Straßeneinsatz zu entwickeln. Wenn es keine große Überraschung gibt, wird Peugeot keinen straßenzugelassenen 9X8 anbieten, im Gegensatz zu Toyota, das ein vom bereits vorgestellten GR010 abgeleitetes Modell entwickelt, das Toyota GR Super Sport heißen wird.

Der zukünftige Konkurrent des Mercedes-AMG One und des Aston Martin Valkyrie unterliegt nicht der Leistungsbegrenzung seines Rennsport-Alter Egos. Die japanische Firma hat bereits bei der Präsentation des Konzepts eine Leistung von mehr als 1.000 PS genannt.

Obwohl Peugeot keinen Supersportwagen auf seine zivilen Kunden loslässt, hatte unser hauseigener Illustrator Spaß daran, sich vorzustellen, wie eine "straßenzugelassene" Version des Peugeot 9X8 aussehen könnte. Was die Motorisierung betrifft, überlassen wir diesen Punkt Ihrer Fantasie, aber die Integration des gleichen Antriebsstrangs wie im Wettbewerb, ohne Leistungsbegrenzung (wie im zukünftigen Toyota GR Super Sport) wäre wahrscheinlich keine schlechte Idee.

Wir können uns auch vorstellen, dass die Fahrer der Marke, nämlich Paul Di Resta, Loïc Duval, Mikkel Jensen, Kevin Magnussen, Gustavo Menezes und Jean-Éric Vergne, aktiv gebeten werden, sich an der Entwicklung dieses für eine Handvoll handverlesener Kunden bestimmten Supersportwagens zu beteiligen. Vorerst konzentriert man sich aber vor allem auf die Version, die 2023 bei den 24 Stunden von Le Mans an den Start gehen wird. Aber wer weiß, vielleicht ändert Peugeot ja seine Meinung?

Bildergalerie: Peugeot 9X8 als straßenzugelassene Version im Rendering