Home

News

Green Cars

Elektroautos: Batteriekosten deutlich gefallen, jetzt sinken sie langsamer

Künftig hängen die Akkukosten von den Rohstoffen ab

Batteriekosten auf 110 Dollar/kWh gefallen

Von: Gustavo Henrique Ruffo

Übersetzt und bearbeitet von: Stefan Leichsenring

4. Dez. 2020 um 08:54 Uhr

Als bevorzugte Quelle Motor1.com auf Google hinzufügen

Teilen

Elektroautos und Verbrenner-Fahrzeuge könnten gleich teuer sein, wenn die Batteriepreise auf 100 Dollar pro Kilowattstunde (82 Euro/kWh) sinken würden, sagen Experten. Die gute Nachricht dazu ist: Die Akkukosten sind bereits auf 110 Dollar/kWh gefallen. 

Die schlechte Nachricht ist, dass die Preise nun langsamer sinken. Das hat nun Benchmark Mineral Intelligence herausgefunden, eine Analystenfirma, die sich auf Elektroauto-Batteriepreise spezialisiert hat. 

Die aktuellen Batteriekosten hat Benchmark Mineral anhand eines Großauftrags von einem nicht genannten Autohersteller herausgefunden. Die obige Grafik zeigt, dass die Preise von 2014 bis 2017 jährlich um 16,5 Prozent fielen. Von da an allerdings sanken sie nur noch um 5,8 Prozent. Offenbar hängen Kostensenkungen nun an sinkenden Rohstoffpreisen, wie Benchmark-Mineral-Chef Simon Moores meint: 

"Vielleicht haben wir die letzten großen, einfachen Gewinne für Lithium-Ionen-Batterie-Hersteller durch Kostensenkungen schon gesehen. Es ist jetzt ein Lieferketten-Spiel, es geht darum, die Kosten der wichtigsten Rohstoffe wie Lithium, Nickel, Graphit, Kobalt und Mangan zu senken und zu stabilisieren."

Doch andere Ansätze könnten die Akku-Preise ebenfalls noch senken. So erhöht Nio mit einem besseren Cell-to-Pack-Ansatz (CTP) die Leistungsdichte, verbessert die Raumnutzung und die Masse seines 100-kWh-Akkus.

Batteriekosten auf 110 Dollar/kWh gefallen

100-kWh-Akku von Nio

Ein weiterer Ansatz besteht darin, gänzlich auf die Verwendung von Batteriemodulen zu verzichten, wie es LG Energy Solution bei seinem MPI-Ansatz (Module Pack Integrated) tut. Tesla scheint mit seinem Akku, der 4680er-Zellen verwendet, ebenfalls diesen Weg zu gehen.

Stückzahlen, Technologie und Rohstoffpreise sind die wichtigsten Faktoren beim Batteriepreis. Laut Benchmark-Mineral-Experte Andrew Leyland gibt es keinen Mangel an den Rohstoffen für Batteriezellen. Doch offenbar existiert ein Preisproblem, da die Nachfrage enorm ist. Die Lage ist offenbar so krass, dass Tesla vielleicht sogar ins Bergbaugeschäft einsteigen könnte, um günstig an Rohstoffe zu kommen.

(Anm.: Der Text von G. H. Ruffo von unserer US-amerikanischen Partnerseite InsideEVs.com wurde gekürzt und zugunsten der Allgemeinverständlichkeit umformuliert. Die Links zu den englischsprachigen Artikeln wurden teils im Artikel belassen, damit Elektro-Kenner unter unseren Lesern sich weitergehend informieren können.)

Quelle: Benchmark Mineral Intelligence via InsideEVs

Diesen Artikel teilen

Meistgelesen

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht

AKTUELLSTE ARTIKEL

Auch interessant



Der nächste ID. Buzz soll billiger werden



Benimar Kaleo (2026): Viel Wohnmobil für unter 60.000 Euro?



Audi-Elektroauto erzielt Rekord: 1.338 km mit einer Ladung



Mazda CX-80 Diesel (2026) im Video: Ist Downsizing doch Unsinn?



Diese exzentrischen Stromer sind Saudi-Arabiens erste eigene Autos



Geld für Autozubehör sparen? Skoda hat eine ungewöhnliche Idee ...



Elektrisches Mercedes-AMG GT 53 4-Türer Coupé hat „authentischen“ Sechszylinder-Sound