95 km/h schneller 125er-Roller soll unter 10.000 Euro bleiben

Schon vor einem Jahr hat Seat einen Elektro-Roller präsentiert; nun soll er als Seat MÓ eScooter 125 auf den Markt kommen - ab November in Spanien und ab 2021 auch in Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Portugal und Schweden. Kosten wird er im Heimatmarkt 6.250 Euro. Alternativ gibt es ein Finanzierungsangebot für drei Euro pro Tag.

Der elektrisch angetriebene, zweirädrige Roller ist mit einem konventionellen 125er-Roller vergleichbar. Mit seinem 7 kW (10 PS) starken Elektromotor wird er bis zu 95 km/h schnell. Der Lithium-Ionen-Akku speichert 5,6 kWh, was für etwa 130 Kilometer Reichweite sorgen soll.

Aufladen wird der Akku entweder im Roller oder separat: Man kann ihn entnehmen und zur nächsten Steckdose tragen. Um die Batterie in den sechsten Stock zu kriegen, ist allerdings eine Sackkarre und ein Aufzug nötig, denn sie wiegt 41 Kilo. Der Ladevorgang soll nach sechs bis acht Stunden beendet sein.

Seat MÓ eScooter 125 (2021)
Auf den schwarzen Sitzteil gehört der Fahrer, auf den grauen der Sozius - nicht umgekehrt.

Der Roller bietet Platz für einen Sozius; damit jeder weiß, wo er hingehört, sind die Sitzplätze farblich markiert. In den Stauraum unter den Sitz passen zwei Integralhelme. Ein Windschild leitet den Fahrtwind ab. Die Beleuchtung besteht aus einem LED-Scheinwerfer, LED-Tagfahrlicht sowie einem LED-Rücklicht.

Lackiert wird der Roller zweifarbig, optional gibt es drei matte Farben: Daring Red, Dark Aluminium oder Oxygen White. Zum Abstellen hat der eScooter sowohl einen seitlichen als auch einen zentralen Ständer.

Das Anwendungsgebiet der drei Fahrmodi Eco, City und Sport ergibt sich aus den Namen; der Sport-Modus bietet neben maximaler Beschleunigung auch eine stärkere Rekuperation. Zu dem Elektroroller gehört eine App, die Fahrer und eScooter miteinander verbinden soll. Darüber kann man den Abstellort des Rollers wiederfinden, den Batterieladestand checken und eventuelle Warnmeldungen des Antriebs anzeigen lassen.

Optional gibt es Zubehör wie ein höheres Windschild, eine Decke für Knie, Handschuhe für Winter und Sommer, Jet- und Integralhelme, ein Bremsscheibenschloss, ein 39-Liter-Topcase für zusätzliches Gepäck und eine Handy-Halterung.

Seat MÓ eScooter 125 (2021)

Ein besonderes Schmankerl ist das "Smart Light" für den Helm, das nicht nur als zusätzliches Rücklicht dient, sondern mit seinem Beschleunigungsmesser auch als zweite Bremsleuchte. Zudem sendet es bei einem Unfall automatisch eine Nachricht an das Smartphone des Fahrers. Wenn dieser nicht antwortet, wird automatisch ein Notruf mitsamt der GPS-Koordinaten abgesetzt.

Seat ist innerhalb des VW-Konzerns für die urbane Mikromobilität zuständig - also für E-Bikes, Tretroller, Roller und dergleichen - und hat dafür die Submarke MÓ gegründet.

Technische Daten:

  • Antrieb: Elektromotor am Hinterrad
  • Leistung: 7 kW (10 PS) Dauerleistung, 9 kW (12 PS) Peakleistung
  • Drehmoment: 240 Nm am Rad
  • 0-50 km/h: 3,9 Sek.
  • Batterie: 5,6 kWh (Lithium-Ionen-Akku), 41 kg
  • Reichweite: 137 km (Stadt)
  • Aufladen: 6-8 Stunden an der Haushaltssteckdose
  • Maße: 2.026 mm Länge / 722 mm Breite / 1.559 mm Höhe (1.093 mm ohne Windschild)
  • Radstand: 1.427 mm
  • Sitzhöhe: 805 mm
  • Gewicht: 155 kg
  • Räder: 15 Zoll vorne, 14 Zoll hinten
  • Reifen:  120/70-15 vorne, 140/70-14 hinten
  • Bremsen: Scheibenbremsen mit 260 mm vorne, 240 mm hinten
  • Preis: 6.250 Euro (in Spanien)

Bildergalerie: Seat MÓ eScooter 125 (2021)