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Vor 70 Jahren: Mercedes kauft den Unimog

Erfunden wurde das "Universal-Motorgerät" nach dem Krieg

Vor 70 Jahren kaufte Daimler-Benz den Unimog

Roland Hildebrandt Roland Hildebrandt

Von: Roland Hildebrandt

26. Okt. 2020 um 19:00 Uhr

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Am 27. Oktober jährt sich der Jahrestag der Übernahme des Unimog durch die Daimler-Benz AG zum 70sten Mal. Dieses Datum ist somit die Geburtsstunde des heute legendären und hunderttausendfach bewährten Mercedes Unimog.

1946 begann die Entwicklung des "Unimog" (Universal-Motorgerät), 1949 ging er bei der Maschinenfabrik Gebr. Boehringer in Göppingen in Serie. Nach dem damals großen Messeerfolg des für seine Zeit revolutionären Unimog auf der Ausstellung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) im Sommer 1950 in Frankfurt, wurde den Verantwortlichen klar, dass die übervollen Auftragsbücher nicht ohne große Investition zu bewältigen waren.

Hinzu kam, dass die Motorlieferungen von Daimler-Benz wegen des erhöhten Eigenbedarfs in der beginnenden Wirtschaftswunderzeit, nicht vollumfänglich garantiert waren. Die gefragten Motoren wollte Daimler wenn schon in seinen eigenen Fahrzeugen verbauen.

Vor 70 Jahren kaufte Daimler-Benz den Unimog

Bei dem Motor handelte es sich um den für den Mercedes 170 D entwickelten Dieselmotor OM 636, der zuvor schon an Boehringer für den dort gebauten Unimog 70200 geliefert wurde. Die Leistung wurde für den Unimog von 38 PS auf 25 PS gedrosselt. Dieser erfolgreiche Motor, der erste Diesel-Pkw-Motor nach dem Krieg, wurde von 1949 bis zum Jahr 1963 serienmäßig in Pkw verbaut und auch im Unimog.

An den Verhandlungen nahmen zwei Vertreter der Daimler-Benz AG und die sechs Anteilseigner der Unimog-Entwicklungsgesellschaft von Boehringer teil. Unter ihnen waren der Vater des Unimog, Albert Friedrich, sowie Dr. Rolf und Werner Boehringer als Vertreter der Herstellerfirma.

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Die Gespräche um die Übernahme des Unimog hatten bereits am 5. September 1950 begonnen. In diesem Gespräch erklärte Daimler-Benz schriftlich seine Absicht, den Unimog mit allen Rechten und Pflichten übernehmen zu wollen. Die Verhandlungen waren am 27. Oktober 1950 abgeschlossen.

Im Stuttgarter Automobilkonzern waren alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche technische Weiterentwicklung gegeben, außerdem konnte ein weltweites Vertriebsnetz aufgebaut werden. Weit über 380.000 Unimog, die bis heute abgesetzt wurden, unterstreichen seinen Alleinstellungswert im internationalen Nutzfahrzeuggeschäft.

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