Hybrid oder nicht Hybrid - das ist hier die Frage

Mit der Retro-Neuauflage seines Sportwagens Z ist Nissan letzte Woche ins Rampenlicht gerückt. Der Prototyp des 370Z-Nachfolgers macht den Fans (zumindest außerhalb Europas) Hoffnung. Etwas anders sieht es beim großen Bruder aus. Details zur nächsten Generation des GT-R sind weiterhin rein spekulativ. Immerhin bekennen sich die Japaner zu ihrer Ikone, auch wenn sie weiterhin nicht zu wissen scheinen, wo die Reise hingeht.

"Das Ziel des nächsten GT-R ist es einmal mehr, eine sehr glaubwürdige Performance-Maschine zu sein. So wie es der aktuelle GT-R selbst nach einigen Jahren auf dem Markt ist", sagt Ivan Espinosa, Nissans Senior Vice President Globale Produktplanung. "Er ist noch immer ein sehr fähiges, super schnelles, großartig zu fahrendes Auto und dieser Formel werden wir treu bleiben."

Gerüchten zufolge soll der nächste GT-R - vermutlich ab 2023 - einen benzin-elektrischen Antrieb erhalten, der wie Nissans Le-Mans-Rennwagen über ein KERS-System (Kinetic Energy Recovery System) verfügen könnte. Allerdings dämpft Espinosa dahingehend die Erwartungen: "Aktuell ist alles offen, vieles kann passieren, wir erforschen verschiedene Dinge."

Die stärkste Ausbaustufe des aktuellen 3,8-Liter-Biturbo-V6 leistet 710 PS und 780 Nm, allerdings in der streng limitierten Über-Variante GT-R50. Im GT-R Nismo sind es derzeit 600 PS und 652 Nm.

Mit einem Hybrid-System ginge da sicher noch mehr. Bei deutlich höherem Gewicht, versteht sich. Die Frage ist, ob Nissan das wirklich will. Der GT-R ist schon jetzt kein Leichtgewicht.

Und so antwortet Espinosa auf die Frage, ob der nächste GT-R ein Performance-Hybrid werde, dann auch, dass die Reife solcher Systeme diktieren würde, ob es passt oder nicht. Aktuell sei das für ein Auto wie den GT-R wohl nicht ideal, aber die Technologien entwickelten sich ständig weiter. 

Bildergalerie: Nissan GT-R50 by Italdesign erste Bilder des Serienautos