Die Basis für das SUV dürfte der Taycan liefern

Der Macan war der "Wendewagen" für Porsche. Das erste Auto des Hauses, das "für die Massen produziert" wurde, war zwar nie eindeutig für alle, aber das auf dem alten Audi Q5 basierende SUV rundet das Modellangebot der Marke nach unten ab. Nicht umsonst wurde für den Macan das Leipziger Werk revolutioniert und 1.500 Personen eingestellt.

Heute erhält der kompakte Geländewagen aus dem Zuffenhausener Unternehmen eine weitere, ebenso strategische Rolle. Und zwar im Sinne der Erhöhung der Absatzzahlen in Bezug auf die Elektromobilität.

Wie wir schon seit längerem wissen, soll die neue Generation nur noch in der Null-Emissions-Version angeboten werden. Aber wie wird der Elektro-Macan aussehen? Wir haben dazu ein Rendering in Auftrag gegeben.

Beginnen wir mit der äußeren Erscheinung, die im Moment noch im Designzentrum streng bewacht wird. Wenn man bedenkt, dass der Taycan den Weg für eine neue Null-Emissions-Familie geebnet hat (die bald auch die Ankunft des Cross Turismo erleben wird), kann man davon ausgehen, dass Porsche darauf abzielt, all seinen Elektromodellen einen erkennbaren Stil zu geben.

So könnte die Front die neuen "ovalen" Scheinwerfer des Taycan und die charakteristischen vertikalen Schlitze an den Seiten aufnehmen. Es wäre auch nicht das erste Mal, dass Porsche das Design eines sportlicheren Straßenwagens an ein hochbauendes Auto angepasst hat.

Porsche Macan Elektro (2022) im Rendering von Motor1.com

Wenn Sie sich erinnern, übernahm die erste Generation des Cayenne die Scheinwerfer des damaligen 911 (996), um eine Verbindung der Kontinuität mit dem SUV herzustellen.

Um auf den Elektro-Macan zurückzukommen: Das Auto sollte in Bezug auf Proportionen und Abmessungen sich nicht grundlegend vom derzeitigen Macan unterscheiden. Die Botschaft, die Porsche mit dem Auto senden will, wird in dieser Hinsicht sehr klar sein: "Das ist der Macan, den Sie bereits kennen, aber er hat eine andere Kraftquelle".

Darüber hinaus weiß Porsche, dass nicht alle Märkte für den abrupten Umstieg auf das Elektromodell bereit sind. Aus diesem Grund wird der Macan eine Übergangsphase erleben, in der das neue EV, das für 2022 erwartet wird, von der aktuellen Generation flankiert wird, die in der Tat mit einem leichten Facelift gesichtet wurde. Kurz gesagt, bis 2024 scheint es, dass der Verbrenner-Macan auch weiterhin verkauft werden wird.

Bildergalerie: Porsche Macan (2019) im Test

Der elektrische Macan, der auf der neuen PPE-Plattform (Premium Platform Electric) basiert, die zusammen mit Audi entwickelt wurde, wird auf den Markt kommen, um in einer Kategorie zu kämpfen, nämlich in der der emissionsfreien SUVs, die sich sehr schnell durchsetzen wird.

Es gibt viele Konkurrenten, mit denen man es zu tun haben wird: das Tesla Model Y natürlich, der Ford Mustang Mach-E oder der Jaguar I-Pace, aber konzernintern auch die stärkste Version des VW ID.4.

Von Porsche hieß es bereits offiziell: "Der Kompakt-SUV verfügt wie der Taycan über die 800-Volt-Technologie und basiert auf der in Zusammenarbeit mit der Audi AG entwickelten PPE-Architektur (Premium Platform Electric)."

Wir rechnen zudem mit den Batteriegrößen vom Taycan (derzeit zwischen 72,9 kWh des Taycan Performance und 93,4 kWh des Taycan Performance Plus, Turbo und Turbo S) bis hin zum Vorhandensein von zwei Motoren, von denen einer pro Achse angeordnet ist und Allradantrieb bieten kann.

Schließlich gibt es keinen Zweifel daran, das wie schon beim Taycan, auch der elektrische Macan die gleichen Namen wie die Verbrenner-Varianten bekommt: So wird es Macan, Macan S, Macan Turbo und Macan Turbo S geben.

Bildergalerie: Porsche Macan Elektro (2022) im Rendering von Motor1.com