Prototyp mit neuer, kantiger Optik, Twinturbo-V6 und Instrumentendisplay

Der Nissan 370Z kam im Jahr 2009 auf den Markt. Elf Jahre später ist er nun ein echter Methusalem. Doch er bekommt einen Nachfolger, und mit dem Z Proto zeigt uns Nissan auch schon, wie er aussehen wird. Der Prototyp wurde nun bei einer Veranstaltung in Yokohama vorgestellt. Er hat ein neues Design innen und außen sowie einen verbesserten Antriebsstrang.

Der leuchtend gelb lackierte Prototyp hat eine glatt wirkende Optik. Außerdem wirkt er kantiger als der 370Z. Statt der pfeilförmigen Scheinwerfer des 370Z hat der neue Z linsenförmige LED-Scheinwerfer mit zwei Halbbögen. An das aktuelle Modell erinnert jedoch der Grill mit seiner rechteckigen Form.

Nissan Z Proto

Das schwarze Dach mit großer Heckscheibe hat eine sportliche Kontur. Wo es auf die gelbe Karosserie trifft, haben die Designer ein Logo angebracht - ähnlich wie beim BMW X2. Das Heck fällt senkrecht ab, die schwarze Fläche, die die LED-Rückleuchten verbindet, erzeugt den Eindruck von Breite.

Die Rückleuchten selbst sind recht unauffällig, vor allem im Vergleich mit den pfeilförmigen Leuchten des 370Z. 19-Zoll-Alufelgen und ein Doppelauspuff vervollständigen die Optik. Die Reifen haben die Größe 255/40R19 (vorne) und 285/35R19 (hinten).

Mit 4,38 Meter ist der Prototyp stolze 12 Zentimeter länger als der 370Z (4,25 Meter). Die Breite ist mit 1,85 Meter praktisch gleich, genauso wie die Höhe (1,31 Meter). Ob es neben dem Coupé auch wieder einen Roadster (mit Stoffdach) geben wird, lässt Nissan einstweilen offen.

Cockpit: Moderne Technik mit Retro-Touch

Innen sol der Z moderne Technik mit einem Hauch Vintage verbinden. Der Fahrer guckt auf ein Dreispeichenlenkrad und ein 12,3-Zoll-Instrumentendisplay. Das Infotainment-Display in der Cockpit-Mitte ist recht tief angeordnet. Darüber gibt es eckige Luftausströmer und oben auf dem Armaturenbrett drei runde Analoguhren wie beim 370Z.

In der breiten Mittelkonsole positioniert sind ein kurzer Schalthebel und eine konventionelle Handbremse. Gelbe Akzente finden sich an den Sitzen, aber auch im übrigen Cockpit. 

Nissan Z Proto Innenausstattung

Neuer Twinturbo-V6

Der aktuelle 370Z besitzt einen einen V6-Saugmotor mit 328 PS (344 PS beim Nismo). Unter der Motorhaube des Neulings arbeitet dagegen ein Twinturbo-V6. Er wird mit einer Sechsgang-Schaltung kombiniert, eine Automatikversion ist jedoch ebenfalls geplant. Zu Leistung und Hubraum sagt Nissan noch kein Wort. Man darf aber annehmen, dass sie über den aktuellen liegt. 

Ob der Modellname wieder eine Zahl enthält wie beim 370Z und dem 2002 bis 2009 gebauten Vorgänger 350Z, müssen wir abwarten. 390Z wäre eine logische Fortsetzung der Reihe. Doch bisher entsprach die Zahl dem Hubraum: 3,5 Liter beim 350Z, 3,7 Liter beim 370Z. Die Preise begannen bisher bei 33.854 Euro. 

Wann der neue Z im Ganzen vorgestellt wird, steht in den Sternen. Nach einem Medienbericht soll der Neuling erst Ende 2022 vorgestellt werden und Anfang 2023 auf den Markt kommen - also erst in zweieinhalb Jahren. Nach diesem Bericht soll das Serienmodell 400Z heißen und einen 400 PS 3,0-Liter-Twinturbo-V6 haben, der vom Infiniti Q60S übernommen wird.

Nach dem Bericht soll das Auto aber gar nicht nach Europa kommen. Das wäre zwar bedauerlich, aber angesichts der Verkaufszahlen in Deutschland auch verständlich: Mehr als 576 Stück (im Jahr 2010) wurden in Deutschland nie verkauft, zuletzt waren es nur noch 222 Stück im Jahr 2019. Im Wege stehen aber angeblich auch die europäischen Abgasnormen. Für Europa will sich Nissan daher auf die Elektrifizierung und SUVs konzentrieren - der neue Ariya ist die Verbindung von beidem.

Bildergalerie: Nissan Z Proto