Preisangaben im Konfigurator weiter ziemlich intransparent

Die Tesla-Preise schwanken weiter erheblich. Im Februar 2020 lag der Basispreis für das Model 3 noch bei 45.370 Euro, nun gibt es das Mittelklasseauto mit Elektroantrieb schon ab 43.880 Euro. Auch die anderen zwei Versionen wurden günstiger. Wir bringen Sie auf den neuesten Stand.

Nach wie vor verzeichnet der Tesla-Konfigurator drei Versionen. Während die Basisversion von einem Motor angetrieben wird (über die Hinterachse), haben die beiden anderen das Dual-Motor-System, also Allradantrieb:

  Reichweite (WLTP) Preis Februar 2020 Preis jetzt
Standard Plus 409 km 45.370 Euro 43.880 Euro
Long Range Dual Motor 560 km 55.070 Euro 52.980 Euro
Performance Dual Motor 530 km 61.370 Euro 58.980 Euro

Der Basispreis von 43.880 Euro versteht sich laut Konfigurator für die Bezahlung per Überweisung einschließlich einer "Mehrwertsteuer von ca. 6.052 Euro" und einschließlich des "Umweltbonus von 3.000 Euro (netto)". Ob die "Bearbeitungsgebühren in Höhe von 980 Euro" eingeschlossen sind oder nicht, wird nicht ganz klar.

Nach wie vor ist die Preisgestaltung bei Tesla ziemlich intransparent im Vergleich zu Herstellern wie VW oder Mercedes. Unüblich sind nicht nur die "Bearbeitungsgebühren", sondern auch die Angabe der Preise nach Abzug des Umweltbonus; dies wird im Tesla-Konfigurator erst klar, wenn man auf "Einzelheiten" klickt.

Intransparente Preise hin oder her: Das Model 3 ist nach wie vor begehrt. In den ersten acht Monaten des Jahres 2020 verkaufte sich das Modell in Deutschland laut Statistik des Kraftfahrtbundesamts (KBA) 7.345 Mal. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es nur 6.162 Stück. Das Model 3 gehört damit zu den wenigen Autos, die trotz Corona-Krise bei den Verkaufszahlen zulegten.

Hier zum Vergleich die Zulassungszahlen der anderen beiden Elektro-Spitzenreiter von 2019:

 

KBA-Zulassungen 2019

(Januar bis August)

KBA-Zulassungen 2020
(Januar bis August)
Tesla Model 3 6.162 7.345
Renault Zoe 7.238 12.127
BMW i3 6.480 3.945
VW ID.3 - 492

Man sieht: Auch der Renault Zoe, das meistverkaufte Elektroauto im Jahr 2019, hat zugelegt, und zwar noch erheblich stärker als der Tesla. Der BMW i3 ist dagegen auf dem absteigenden Ast. Der VW ID.3 taucht in der Statistik für die ersten acht Monate 2020 nur mit 492 Exemplaren auf. Das verwundert nicht, schließlich kann das Auto erst seit 20. Juli von jedermann bestellt werden. Man darf gespannt sein, wie sich die Lage weiter entwickelt, wenn der VW-Hoffnungsträger voll anläuft - was wohl erst 2021 der Fall sein dürfte.

Bildergalerie: Tesla Model 3