Neben dem E-Antrieb mit 100 kW wird es auch konventionelle Benziner und Diesel geben

Vor zwei Tagen noch hatte Opel ein kurzes Video vom neuen Mokka veröffentlicht, in dem Firmenchef Michael Lohscheller erstmals das ungetarnte Fahrzeug präsentierte. Nun zeigen die Rüsselsheimer das neue Modell in voller Pracht.

Das Modell zeigt mit dem so genannten Visor außen die neue Markenoptik und innen eine großzügige Display-Landschaft. Zu den Highlights zählen zudem die Matrix-LED-Scheinwerfer - eine Premiere im B-SUV-Segment. Neben dem von anderen PSA-Modellen her bekannten Elektroantrieb soll es zum Marktstart Anfang 2021 auch konventionelle Antriebe geben.

Der neue Mokka ist mit 4,15 Metern gleich 12,5 Zentimeter kürzer als die Vorgängergeneration – und das bei einem um zwei Millimeter leicht längeren Radstand. Der Neuling bietet 350 Liter Kofferraum. Das maximale Volumen mit dachhoher Beladung wurde noch nicht genannt, doch es dürfte ähnlich wie beim DS 3 Crossback E-Tense bei etwa 1.050 Liter liegen. Zum Vergleich: Der auslaufende Mokka X lag bei 357 bis 1.372 Liter.

Der Visor ist ein offenbar mit transparentem Kunststoff verkleidetes Frontelement, das von einer Chromleiste umfasst wird. Die Scheinwerfer und das Blitz-Logo sind integriert:

Opel Mokka (2020)

Der neue Modellname (das "X" ist ja entfallen) zieht sich am Heck in gesperrter Schrift über die Ladeklappe:

Opel Mokka (2020)

Innen hat der Mokka das Opel Pure Panel, das ganz ohne konventionelle Anzeigen auskommt. Dazu gehört ein bis zu 12,0 Zoll großes Instrumentendisplay und ein zum Fahrer hin geneigter Touchscreen, der beim Top-of-the-Line-System Multimedia Navi Pro 10,0 Zoll misst. Wesentliche Funktionen im Mokka werden nach wie vor mit physischen Elementen (Einstellrädchen oder Tasten) bedient. 

Opel Mokka (2020)

Außerdem erhält der neue Opel das adaptive "IntelliLux LED-Matrix-Licht" mit insgesamt 14 Elementen, allerdings wohl nicht serienmäßig. Alle Mokka-Modelle verfügen dagegen stets über LED-Lampen an Front und Heck, eine elektrische Parkbremse und eine Verkehrsschilderkennung. Auf Wunsch sind ein Abstandstempomat, ein aktiv eingreifender Spurhalteassistent sowie eine 180‑Grad-Rückfahrkamera erhältlich.

Außerdem verspricht Opel "verschiedene Sechs-Wege-Ergonomiesitze", bis hin zum Leder-Komfortsitz mit perforiertem Bezug und Massagefunktion für den Fahrer.

Die Plattform CMP (Common Modular Platform), auf der die zweite Mokka-Generation basiert, ist zum Beispiel von Modellen wie Opel Corsa, Peugeot 208 und 2008 bekannt. Zu den Antrieben äußert sich Opel noch nicht sehr konkret, sondern erwähnt primär den 100-kW-Elektroantrieb.

  • Antrieb: E-Motor vorne mit 100 kW (136 PS) und 260 Nm
  • Höchstgeschwindigkeit: 150 km/h
  • 3 Modi: Normal, Eco Sport
  • Akku: 50 kWh
  • Reichweite: 322 km (WLTP) im Normal-Modus
  • Aufladen: bis 11 kW AC, bis 100 kW DC
  • Garantie: acht Jahre auf die Batterie 

In Sachen konventionelle Motoren bleibt Opel noch sehr vage, doch sollen zum Marktstart sowohl E-Antrieb als auch konventionelle Diesel- und Benzinmotoren erhältlich sein. Man darf vermuten, dass es sich um ähnliche Motoren wie etwa im Corsa handeln wird. Bestellbar ist der neue Mokka ab Spätsommer 2020, beim Händler steht er aber erst Anfang 2021. Zu den Preisen äußert sich Opel daher bislang noch nicht.

"Elektrisch, progressiv, einfach aufregend", so beschreibt Opel-Chef Michael Lohscheller die nächste Mokka-Generation. Im erwähnten Video (oben) zeigte der CEO bereits erste Details vom neuen Modell, darunter den Vizor mit dem integrierten Opel-Blitz und den Mokka-Schriftzug hinten. Dazu gab der Film einen ersten Eindruck von der mutigen schwarz-grünen Bicolor-Optik. 

Bildergalerie: Opel Mokka (2020)