Die Briten gibt es seit über 100 Jahren. In dieser Zeit waren sie sieben Mal Insolvent. Und Jetzt? Ein neuer CEO! Und die Rettung?

An der Spitze von Aston Martin wird Andy Palmer von Tobias Moers ersetzt. Das sorgt für reichlich Tumult beim Aktienkurs des Unternehmens. Zur Zeit im Positiven. Doch das liegt wohl eher an der Hoffnung der Anleger und weniger an einer echten Verbesserung der Lage. Dafür ist es ohnehin noch zu früh.

Aston Martin steckt mal wieder in der Krise und noch ist fraglich, ob die Luxusmarke da so schnell wieder rauskommt, oder ob es in der Pleite endet. Es wäre die achte in der 107-Jährigen Unternehmensgeschichte. Die Gründung einer der traditionsreichsten Marken Großbritanniens ist das Ergebnis ziemlich unwahrscheinlicher Umstände. Als Einzelkind, das 1878 in eine wohlhabende Familie hineingeboren wurde, war Lionel Martin von klein auf von allem besessen, was Räder hatte.

Er richtete seine Aufmerksamkeit zunächst auf Fahrräder, bevor er sich dem Automobil zuwandte. Die neue Erfindung wurde um die Jahrhundertwende immer beliebter. 1909 hatte seine Vorliebe für hohe Geschwindigkeiten zu Kontakt mit der örtlichen Polizei geführt.

In der Folge wurde ein zweijähriges Fahrverbot verhängt und so wandte Martin sich wieder dem Fahrrad zu, sowohl als Transportmittel als auch für Amateurwettkämpfe. In dieser Zeit lernte er seinen Radsportkollegen Robert Bamford kennen.

In einer Garage in London tunten sie Motorräder und Autos von Singer und verkauften sie. 1913 gründeten sie Bamford and Martin Ltd. Ein Jahr später wurde das Unternehmen in Aston Martin umbenannt. Dies war eine Referenz an Lionel Martins Erfolge bei Zeitfahr-Wettkämpfen am Aston Hill.