Irreführende englische Pressemitteilung hatte Verschiebung nahegelegt

Der neue Cupra Formentor kommt. Und zwar nicht erst 2021, wie wir am 26. Juni meldeten, sondern doch bereits im vierten Quartal 2020, wie wir nun erfahren haben.

In der Meldung der europäischen Presseabteilung in Martorell vom 25. Juni hatte es geheißen: "... the start of production of this new model, which will be on the road next autumn." Im nächsten Herbst hieß für uns natürlich: erst im Herbst 2021. Eine deutsche Seat-Sprecherin hat dies nun berichtigt. Nach ihrer Aussage startet der Formentor doch schon Ende 2020, genau wie geplant. Wir fassen zusammen, was bisher bekannt ist.

Nach dem Cupra Leon und dem jüngst gelifteten Cupra Ateca ist der Formentor die dritte Baureihe des sportlichen Seat-Ablegers. Und anders als Leon und Ateca ist der Formentor kein umgebadgter Seat mit starker Motorisierung, sondern ein eigenständiges Modell, das von Grund auf neu entwickelt wurde. Insofern ist er das erste echte Cupra-Auto.

Der Cupra Formentor gehört mit 4,45 Meter in die Liga der Kompakt-SUVs. Der Radstand liegt bei 2,68 Meter, die Breite bei 1,84 Meter und die Höhe beträgt 1,51 Meter. Der Wagen bietet fünf Sitzplätze und Platz für 450 Liter Gepäck.

Gewisse Parallelen zum Seat Tarraco und dem neuen Leon erkennt man vor allem im Design der Front- und Rückleuchten. Gleichzeitig verleihen aber viele Details (wie die seitlichen Verbreiterungen) dem Cupra Formentor einen sportlicheren Charakter. Am Heck kommt das vom Leon bekannte, durchgehende Leuchtenband zum Zuge, zusammen mit dem Diffusor und den vier Auspuffrohren.

Im Profil gibt es ein sehr schräges Dach, was den Formentor schlanker macht. Dann gibt es noch die 19-Zoll-Felgen. Sie sind immer Standard und sind auch kupferfarben erhältlich. Dahinter verbergen sich Bremsen von Brembo. Es besteht auch die Möglichkeit der individuellen Anpassung, nicht nur dank der Farbgebung, sondern auch dank der zweifarbigen Lackierung.

Details aus Kupfer, Einsätze aus schwarzem, gebürstetem Aluminium und modernes Design sind die drei Hauptmerkmale des Innenraums, der an den neuen Cupra Leon erinnert: Der Formentor hat auch eine Lichtleiste auf dem Armaturenbrett und entlang der Vordertüren, die dem Fahrer neben dem ästhetischen Faktor auch Informationen über den toten Winkel anzeigen.

Nuova Cupra Formentor

Das erste, was ins Auge fällt, ist die sehr reduzierte Präsenz von physischen Knöpfen. Das 12-Zoll-Infotainment-System, das in einer erhöhten Position "aufgehängt" zu sein scheint, garantiert dank Full Link die Kompatibilität mit Apple CarPlay und Android Auto. Dank einer integrierten SIM-Karte können Sie also auf Online-Dienste zugreifen, Fahrzeugdaten auslesen und sogar die Klimaanlage fernsteuern.

Vor dem Fahrersitz befindet sich das virtuelle 10,25-Zoll-Cockpit mit einer neuen grafischen Oberfläche. Dem Leon entnommen ist auch das Fehlen des Schalthebels, der durch das elektronische "Shift-by-wire"-System ersetzt wurde. Die Sitze sind in schwarzem Leder mit Details in Petrolblau gehalten.

Kommen wir zu den Fahrerassistenzsystemen: Dank Fahrspurregelung, automatischer Notbremsung und adaptivem Tempomat ermöglicht der Formentor ein autonomes Fahren auf Stufe 2. Wenn Sie es für sicher halten, kann der Wagen auch durch einfaches Drücken des Pfeils selbstständig überholen.

Die Motoren des Cupra Formentor orientieren sich an denen des neuen Cupra Leon: Im Angebot sind der traditionelle 2.0 TSI mit bis zu 310 PS und Allradantrieb. Die Plug-in-Hybrid-Version basiert wie beim neuen VW Golf GTE auf dem 1.4 TSI; die Systemleistung liegt bei 245 PS.

Als Studie wurde der Formentor bereits im Februar 2019 präsentiert, die Serienversion sollte dann auf dem Genfer Autosalon 2020 stehen. Im Herbst 2020 können nun also die ersten Kunden ihren Formentor in Empfang nehmen.

Bildergalerie: Cupra Formentor (2020)