Neue Details zur Zukunft des Cavallino Rampante

Mit der Vorstellung von gleich fünf neuen Autos war 2019 ein überaus geschäftiges Jahr für Ferrari. Das nächste Jahr, so viel lässt sich bereits sagen, wird in puncto Produktneuheiten ruhiger ausfallen. Nichtsdestotrotz hat das Cavallino Rampante bereits einige neue Modelle in der Pipeline, die früh im kommenden Jahrzehnt debütieren sollen. Das bei weitem wichtigste ist zweifelsfrei der Purosangue, das erste SUV der Marke. Die Kollegen von Auto Express haben nun direkt von Ferrari erfahren, dass das höhergelegte Modell 2021 enthüllt und als FUV ("Ferrari Utility Vehicle") vermarktet wird.  

Ferraris Chief Technology Officer Michael Lieters gab im selben Interview bekannt, dass der Purosangue auf einer Adaption der neuentwickelten Plattform sitzen wird, die soeben im Roma debütierte. 

Auch beim Design wird der Purosangue Details des neuen Gran Tourismo aufnehmen. Auto Express geht davon aus, dass die Ingenieure einen Plug-in-Hybrid-Antrieb für ihr FUV bevorzugen. Laut Lieters ist die Plattform dafür ausgelegt, eine Reihe von V6-, V8- und V12-Antrieben beherbergen zu können. 

In seiner höchsten Ausbaustufe könnte der Ferrari unter den SUV (interner Code: 175) eine Evolution des frei saugenden 6,5-Liter-V12 nutzen, wahrscheinlich ohne zusätzliche Elektrifizierung. Ferraris Marketing-Chef Enrico Galliera erklärt, dass die Ingenieure nicht begeistert von der Idee sind, den großen V12 mit schweren Batterien zu kombinieren. Der Sportwagenbauer ist davon überzeugt, dass Elektrifizierung am besten mit kompakteren Motoren funktioniert. 

Auf einen Nachfolger für den LaFerrari angesprochen, bestätigte Galliera, dass die Arbeit an einem neuen Hypercar bereits begonnen hat und dass es nach 2022 vorgestellt werden soll. Das Auto muss nicht zwangsläufig mehr Leistung haben als der 1.000 PS starke Plug-in-Hybrid SF90 Stradale, stattdessen könnte man sich bei Ferrari eher darauf konzentrieren, Gewicht zu sparen und die Aerodynamik sowie die Wendigkeit in den Fokus zu rücken.

Elektrifizierung scheint auch in Maranello das Schlagwort für die nächste Dekade zu sein. Unterdessen sollten wir nicht vor 2025 mit einem Ferrari komplett ohne Verbrennungsmotor rechnen, einfach weil die aktuelle Batterietechnologie noch nicht die Erwartungen des Unternehmens erfüllt.