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Bugatti Baby II: 2,80 Meter langes Kinder-Auto mit Elektroantrieb

Neuinterpretation eines 20er-Jahre-Klassikers für rund 30.000 Euro

Bugatti Baby II

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

18. Sep. 2019 um 16:05 Uhr

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Bugatti hat den ersten Prototyp des Bugatti Baby II enthüllt. Das nur 2,80 Meter lange Auto für kleine und große Kinder kommt im Design eines 20er-Jahre-Klassikers daher, besitzt aber einen Elektroantrieb.

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Der originale Bugatti Baby war eine verkleinerte Version des Bugatti Typ 35, einem wichtigen Modell aus der Bugatti-Historie. Das Wägelchen war für Kinder gedacht und war im Maßstab 1 zu 2 gehalten. Entwickelt wurde es 1926 von Ettore Bugatti persönlich für seinen jüngsten Sohn Roland, der das Wägelchen zu seinem vierten Geburtstag erhielt:

Bugatti Baby II

Der Baby II auf Basis des gleichen Modells entstand in Zusammenarbeit mit The Little Car Company. Damit er nicht nur von Kindern, sondern auch von Erwachsenen gefahren werden kann, wurde der vergrößert: Das Auto erreicht nun 75 Prozent der Originalgröße. Außerdem verfügt das Fahrzeug über verschiebbare Pedale für Groß und Klein.

Als 3D-Druck-Modell wurde der Bugatti Baby II schon auf dem Genfer Autosalon 2019 gezeigt:

Bildergalerie: Bugatti Baby II (Modell vom Genfer Autosalon)

Bugatti Baby II

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Der erste Schritt für das Entwicklungsteam bestand darin, jedes Bauteil eines 1924er Typ 35 Lyon Grand Prix Wagens zu scannen. Daraus erschufen die Designer das Auto neu. Schließlich wurde das Auto mit einem Elektroantrieb mit Lithium-Ionen-Batterien ausgestattet.

Die Achtspeichen-Leichtmetallräder wurden mit modernen Reifen bestückt. Die hohle Vorderachse wurde nachgebaut, ebenso die elegante Aufhängung und der charakteristische Lenkmechanismus. Im Cockpit gibt es ein Vierspeichen-Lenkrad und ein Aluminium-Armaturenbrett. Statt Tank- und Ölstandsanzeige wurde eine Ladestand- und Leistungsanzeige eingebaut, die Uhr zum Messen der Rundenzeiten wurde übernommen. In der Mitte des Armaturenbretts prangt eine Plakette mit der Fahrgestellnummer des Baby II. Außerdem verfügen alle Autos über Hupe, Rückspiegel, Handbremse und Scheinwerfer.

Bugatti Baby II

Eine Fernsteuerung erlaubt es den Eltern, den Antrieb lahmzulegen, falls ein Kind damit Unsinn anstellt. Das geht aus bis zu 50 Metern Entfernung. Das Fahrzeug hat Hinterradantrieb und verfügt über einen Kinder-Modus (1 kW Leistung, 20 km/h Spitze) sowie einen Erwachsenen-Modus (4 kW, 45 km/h Spitze). Optional gibt es einen „Speed Key“ wie beim großen Bruder Chiron. Damit lässt sich die Leistung auf 10 kW steigern und die Geschwindigkeitsbegrenzung aufheben. Die (herausnehmbare) Standardbatterie speichert 1,4 kWh, optional gibt es einen 2,8-kWh-Akku. Die ungefähre Reichweite der größeren Batterie soll bei etwa 30 Kilometer liegen. Der Baby II ist 2,80 Meter lang und 1,00 Meter breit. Das Leergewicht ohne Fahrer liegt bei etwa 230 Kilo.

Das Auto in French Racing Blue lackiert und mit einer schwarzen Lederausstattung geliefert. Optional gibt es andere Farben für innen wie für außen. Jeder Besitzer eines Baby II wird automatisch Mitglied im The Little Car Club, der Events auf bekannten Rennstrecken veranstaltet, wo man dann mitsamt Kindern und Enkeln das Auto fahren kann. Die Preise beginnen bei 30.000 Euro (zuzüglich Steuern und Auslieferung).

Schon seit dem Genfer Autosalon konnte man den Bugatti Baby II bestellen. Die limitierte Auflage von 500 Stück war in nur drei Wochen ausverkauft. Doch kann man sich auf eine Warteliste setzen lassen, falls ein Käufer seine Entscheidung zurückzieht. Die Produktion durch The Little Car Company läuft im Frühjahr 2020 an und soll bis Ende 2021 abgeschlossen sein.

Bildergalerie: Bugatti Baby II (Prototyp)

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