Die Personalisierung ist ein wenig aus dem Ruder gelaufen ...

Nicht Millowitsch oder Brandt, sondern Elfer: "Willy" begann sein Leben als ein 1984er Porsche 911 3.2 Carrera, der von Andy Kilcoyne im März 2018 gekauft wurde. Er ist Betriebsleiter von Kelly-Moss, einem weltweit renommierten Unternehmen, das sich auf Custom-, Frame-up- und Resto-Mod-Builds spezialisiert hat. Die Geschichte beginnt jedoch einige Monate zuvor, als die Hoonigans Larry Chen und Will Roegge das VICCI Safari-Auto auf einem zugefrorenen See in Wisconsin ablichteten. Das Fotoshooting war nicht weit vom Kelly-Moss Hauptquartier entfernt, und so traf sich das Duo mit Andy und verband sich über Drifts, Burnouts und andere Autogespräche.

Als Will seinen 84er Porsche 911 Carrera zu einem vernünftigen Preis anbot, ergriff Andy die Gelegenheit am Schopf. "Es brauchte nicht viel Überzeugungsarbeit, um diesem Carrera die Safari-Behandlung zu geben. Wenn du jemals einen gefahren bist, würdest du verstehen, warum", erklärt Andy.

1984 Porsche 911 Carrera Gets ‘The Safari Treatment’

Dieser Porsche 911 von 1984 war eigentlich ein Grauimport in die USA; er lebte den größten Teil seines Lebens im Süden, was ihn zu einem noch besseren Kandidaten für einen so maßgeschneiderten Umbau machte. Ursprünglich war jedoch geplant, nur ein paar persönliche Akzente schnell umzusetzen. Aber mit dem kreativen Kopf von Andy und dem Kelly-Moss-Team ist das nicht ganz gelungen. Dies mag der dezenteste und bescheidenste Safari-Umbau sein, der aus dem Kelly-Moss Hauptquartier kommt, aber er ist immer noch übertrieben und ein großer Hingucker. Im Laufe von etwa zehn Monaten wurde mit dem Offroad-Ziel vor Augen jedes Teil dieses Porsche zerlegt, ersetzt, erneuert, umgebaut oder neu konzipiert. Die Präzision im Detail und das Engagement für den Safari-Aufbau zeigen sich in jedem kleinen Teil, das sich zum Gesamtbild zusammenfügt: ein hanebüchener unerhörter deutscher Sportwagen.

Zu den bemerkenswerten Merkmalen gehören: ein komplette 360-Grad-Umlackierung; ein von KMR modifizierter Serien-Aluminium-Frontstoßfänger; eine maßgeschneiderte Aluminium-Heckschürze; ein 30-Zoll Black Oak LED-Bogen-Frontlichtbalken und ein 30-Zoll-Bogen-Rücklichtbalken; ein 40-Zoll-Kombi-Spot/Flut-Bogen-Lichtbalken auf dem Dach; Hella Rallye-Hupen; 17-Zoll-BRAID Fuchs-Replika-Räder; 9Event LED-Scheinwerfer mit DRLs; ein KMR-Bogenkäfig; Recaro-Ledersitze und ein Dachträger zur Handhabung schwerer Lasten.

Vorbild für den Umbau ist zum einen der Porsche 911, mit dem das Werk im Jahr 1978 versuchte, die mörderische Safari Rallye in Kenia zu gewinnen. Zum anderen den Porsche 953, ein stark modifizierter Elfer mit dem Allradsystem des 959 und 330 PS Leistung. Gesteuert von René Metge und Dominique Lemoyne gewann ein 953 die Automobilwertung der Rallye Paris-Dakar 1984.

Bildergalerie: Porsche 911 Carrera (1984) bekommt "The Safari Treatment"