Home

Nissan

GT-R

News

Nissan GT-R Nismo (2020): Verbesserter Supersportler

Höhere Fahrstabilität selbst bei Topgeschwindigkeiten

Nissan GT-R Nismo (2020)

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

10. Jul. 2019 um 11:18 Uhr

Als bevorzugte Quelle Motor1.com auf Google hinzufügen

Teilen

Nissan hat den GT-R Nismo für das Modelljahr 2020 überarbeitet. Der Supersportler wurde in puncto Gewicht, Aerodynamik und Gesamtperformance verbessert. Neue Turbolader, eine verbesserte Getriebesteuerung, leichtere Komponenten und Upgrades für Bremsen, Räder und Reifen machen das Auto noch schneller.

Mehr zum GT-R:

Nissan GT-R Nismo (2019): Überarbeitung mit GT3-Anleihen

Nissan GT-R Bergrennwagen mit Mega-Flügeln und über 1.600 PS

Das Herzstück ist der Biturbo-Sechszylinder, der aus 3,8 Liter Hubraum 600 PS und 652 Newtonmeter holt. Zum Einsatz kommen jetzt die gleichen Turbolader wie in der Rennsport-Version GT-R Nismo GT3. Sie verwenden ein Turbinenrad mit zehn Flügeln (ein Flügel weniger), dessen Schaufeln 0,3 Millimeter dünner sind. Dadurch verringert sich die Masse, was eine schnellere Reaktion ermöglicht. Außerdem wurden Design und Profil der Schaufeln modifiziert, was das Ansprechverhalten und die Beschleunigung verbessert.

Nissang GT-R Nismo (2020): Ansprechverhalten (Diagramm)

Das Diagramm zeigt, wie sich das Ansprechverhalten bei 110 km/h und 4.000 U/min im vierten Gang (manueller Modus) gegenüber dem bisherigen GT-R Nismo verändert. Das Ansprechverhalten verbessert sich laut Nissan um 20 Prozent, wenn der Fahrer auf das Gaspedal drückt und damit die zunächst geschlossene Drosselklappe vollständig öffnet. Die überarbeitete Titan-Abgasanlage liefert dazu nun einen eindringlicheren Sound.

Im R-Modus (Race) schaltet das verbesserte Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe jetzt aggressiver. Auch "intuitiver" soll die Gangwahl sein. Für jede Fahrsituation wählt die adaptive Schaltsteuerung (ASC) den besten Gang, was man insbesondere beim Bremsen und Einfahren in eine Kurve spüren soll. Das schnellere Herunterschalten reduziert ein Untersteuern am Kurveneingang. Da die Motordrehzahl auf einem höheren Niveau gehalten wird, verbessert sich die Beschleunigung auch bei der Kurvenausfahrt, so Nissan.

Das Design der neuen Version des GT-R Nismo wurde einem aerodynamischen Feinschliff unterzogen. Die Modifikationen verbessern unter anderem die Kühlung von Motor und Bremsen, ohne den cW-Wert von 0,26 zu verschlechtern. Außerdem wurde der Carbon-Anteil erhöht. So sind die Stoßfänger vorne und hinten nun leichter, genauso wie der vordere Kotflügel (minus 4,5 Kilo), die Motorhaube (minus 2 Kilo), das Dach (minus 4 Kilo), die Seitenschweller-Abdeckungen, der Kofferraum und der Heckspoiler. Zusammen reduzieren allein die Außenteile das Gewicht um 10,5 Kilo, insgesamt wurden sogar fast 20 Kilo eingespart.

Nissan GT-R Nismo (2020)

Die vorderen Kotflügel verfügen jetzt über Lamellen, die den Abtrieb vorne um sieben Kilogramm erhöhen. Die belüfteten Radkästen tragen ebenfalls dazu bei, den Luftstrom an der Karosserie vorbeizuleiten und Verwirbelungen am Heckflügel zu vermeiden, was zu mehr Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten führt. Sie helfen auch dabei, heiße Luft aus dem Motorraum herauszuleiten.

Die Farbpalette umfasst ein Rot, ein Schwarz, ein Silber und ein Weiß. Bei allen Lackierungen sind die Außenspiegel in Schwarz gehalten, was die Spitzenversion von den anderen GT-R-Modellen unterscheidet.

Nissan GT-R Nismo (2020)

Gemeinsam mit Brembo hat Nissan auch neue Carbon-Keramik-Bremsen für den GT-R Nismo entwickelt. Besonders große Bremssättel treffen auf Carbon-Keramik-Scheiben, die nun stolze 410 Millimeter vorne und 390 Millimeter hinten messen. Die vorderen und hinteren Bremssättel mit sechs beziehungsweise vier Kolben sind besonders steif. Erkennbar sind die Bremssättel an ihrer Lackierung in leuchtendem Gelb. Die neuen Bremsen sollen den Bremsweg , außerdem senken sie die ungefederte Masse um 16,3 Kilo. Hinzu kommen speziell entwickelte Bremsbeläge, die mehr Reibung erzeugen und eine verbesserte Kühlung der Bremsen.

Das überarbeitete Fahrwerk verbessert die Kurvenstabilität, die Gierrate und den Fahrkomfort, so Nissan. Die Lenkung soll linearer und präziser geworden sein und macht selbst bei 300 km/h nur minimale Korrekturen nötig. Die 20-Zoll-Alufelgen von Rays sind zusammen 100 Gramm leichter. Ein weiß-rotes Nismo-Logo kündet von ihrem exklusiven Charakter. Die neu entwickelten Dunlop-Reifen bieten mehr Grip und eine bessere Führungskraft in Kurven. Die Bilstein-Stoßdämpfer wurden sowohl im Zug wie im Druck weicher abgestimmt, um der Gewichtsreduzierung Rechnung zu tragen. Auch die Federraten wurden modifiziert.

Nissan GT-R Nismo (2020)

Innen gibt es verbesserte Recaro-Sportsitze mit (noch) mehr Halt. Trotzdem ist jeder Sitz 1,4 Kilo leichter als zuvor. Schwarzes Leder mit roten Akzenten soll Rennsport-Flair erzeugen. Die Sitzpolster sind aus rotem Velours-Kunstleder, am Lenkrad, Armaturenbrett und Dachhimmel findet sich dunkelgraues Alcantara.

Bildergalerie: Nissan GT-R Nismo (2020)

Nissan

Nissan GT-R Nismo (2020)

10

Nissan GT-R Nismo (2020) Nissan GT-R Nismo (2020) Nissan GT-R Nismo (2020) Nissan GT-R Nismo (2020) Nissan GT-R Nismo (2020) Nissan GT-R Nismo (2020)

Diesen Artikel teilen

Meistgelesen

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht

AKTUELLSTE ARTIKEL

Auch interessant



Nissan Pixo (2026): Innenraum und Kofferraum im Detail betrachtet



Benimar Kaleo (2026): Viel Wohnmobil für unter 60.000 Euro?



Nissan Juke Pulse (2026): Sondermodell als Anschub



Mazda CX-80 Diesel (2026) im Video: Ist Downsizing doch Unsinn?



Nissan hat einen T-Top-Z mit maximalen 90er-Tuner-Vibes gebaut



Geld für Autozubehör sparen? Skoda hat eine ungewöhnliche Idee ...



Offroad-Klassiker neu gedacht: 212 kommt als Dreitürer nach Deutschland