Gerüchten zufolge könnte es eine limitierte Produktion geben

Letzte Woche schockte Lamborghini die Sportwagen-Gemeinde mit der Veröffentlichung des Huracán Sterrato. Und wie es scheint, könnte der Offroad-Supersportler mehr sein, als nur ein einmaliges Show-Gefährt. Lambo hat das irre Ding tatsächlich gebaut und ein paar glückliche Menschen durften es auch schon fahren. Einer davon ist Autojournalist Georg Kacher vom Magazin Automobile. Seinem Bericht zufolge, stehen die Chancen auf eine Serienproduktion des wilden Sterrato besser, als man vielleicht vermuten würde.

Lamborghini-Chefentwickler Maurizio Reggiani sprach offenherzig darüber, wie der Sportwagenbauer den Sterrato nicht nur bauen könnte, sondern wie er damit auch noch Geld verdienen würde. Reggiani sagte, man würde die neuen Karosserieteile mit Hilfe von 3D-Druckern fertigen. Anschließend würde man die Teile (aus einem neuen synthetischen Leichtbau-Material, das Lamborghini entwickelt hat) an die Karosserie schrauben. Sollte man sich dazu entscheiden, den Sterrato zu bauen, gäbe es Gerüchten zufolge eine Limitierung auf 500 bis 1.000 Exemplare.

Es mag seltsam erscheinen, wenn sich eine ikonische Sportwagen-Marke wie Lamborghini vom traditionellen Sportwagenbau entfernt. Mittlerweile ist das jedoch ein relativ normaler Vorgang. Vor allem, wenn es sich dabei um Modelle handelt, die mehr Variabilität und einen Zusatznutzen mit einbringen. Porsche hat es vorgemacht und sogar Lambo selbst hat im letzten Jahr mit seinem ersten SUV Urus die heilige Grenze überschritten. Wie Sie sehen, hat die Welt deswegen nicht aufgehört, sich zu drehen. 

Außerdem passt der Sterrato ja eigentlich ganz gut in die wilde und extreme Modellhistorie der Stiermarke. Unter seiner erhöhten Karosse und den Gelände-Verkleidungen sitzt schließlich die glorreiche Technik des Huracán Evo. Inklusive des barbarischen 5,2-Liter-V10-Saugmotors mit 640 PS.

Um dem Huracán Sterrato die nötige Offroad-Kredibilität zu verleihen, hat Lamborghini die Bodenfreiheit erhöht, die Spurweiten an Vorder- und Hinterachse vergrößert und jede Menge Plastik an Radhäuser und Schweller gezimmert. Außerdem wurde das superschlaue Lamborghini Dinamica Veicolo Integrata rekalibriert, dass den Allradantrieb, die Vierradlenkung, das Torque Vectoring und weitere Fahrdynamik-Parameter steuert.  

Sollte der Lamborghini Huracán Sterrato tatsächlich in Produktion gehen - und es gibt wohl noch einige Hürden, bevor grünes Licht erteilt wird - könnte er laut Kacher etwa 240.000 Euro kosten. Fassen wir also nochmal zusammen: Er hat Supercar-Power und ein Supercar-Preisschild, er ist eine Art Crossover und er ist limitiert - klarer Fall, das Gerät wird sich verkaufen wie warme Semmeln.

Quelle: Automobile

Bildergalerie: Lamborghini Huracan Sterrato Concept