So soll der Konzern ein US-Standbein bekommen

VW-Chef Herbert Diess rechnet mit einer baldigen Einigung mit Ford über eine Zusammenarbeit in Sachen autonomes Fahren. Die Partnerschaft würde auch helfen, die einseitige China-Orientierung des Konzerns zu überwinden und für ein US-Standbein sorgen. Das sagte der Konzernchef am heutigen Donnerstag (13. Juni) bei einer Rede vor Führungskräften, wie FAZ.net meldet.

Die Kooperationsgespräche waren schon Anfang Januar 2019 ruchbar geworden und eine Bekanntgabe war bereits für die Detroit Motor Show erwartet worden. Dazu ist es dann nicht gekommen, die Gespräche zogen sich offenbar doch länger hin. Damals war neben dem autonomen Fahren auch die Elektromobilität als Kooperationsfeld genannt worden: Ford würde von der Elektroauto-Kompetenz von VW profitieren, während VW Zugriff auf die guten Fortschritte von Ford beim autonomen Fahren zurückgreifen könnte.

Die USA seien nach wie vor die schwächste Weltregion des Konzerns, so Diess auf der Konferenz. Das wäre auch wegen der weltweiten Handelskonflikte negativ. Volkswagen sei derzeit noch sehr stark ein chinesisch geprägtes Unternehmen.

Zum fortgeschrittenen Stand der Gespräche mit Ford passt, dass VW kürzlich bei Aurora ausgestiegen ist, einem US-Startup-Spezialisten fürs autonome Fahren. Der Konzern wolle künftig mit Ford kooperieren, hieß es, wie das Manager Magazin am gestrigen Mittwoch meldete.

Volkswagen müsse sich weiter steigern, so Diess weiter, um eine bessere Börsenbewertung zu erreichen. Der VW-Chef bekräftigte außerdem, dass er das Lkw-Geschäft mit den Marken MAN und Scania noch vor der Sommerpause an die Börse bringen möchte.

Quelle: FAZ.netManager Magazin