Kooperation bei den Modellen nach dem i4

Die BMW Group kooperiert künftig in Sachen Elektromobilität mit Jaguar Land Rover (JLR). JLR hat seine Elektro-Kompetenz mit der Einführung des Jaguar I-Pace und diversen Plug-in-Hybrid-Modellen unter Beweis gestellt. BMW hat schon seit mindestens 2013 Erfahrung mit Elektroautos, denn damals war der BMW i3 einer der Vorreiter.

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, wurde die Kooperation bereits im Dezember 2018 beschlossen. Die neueste Elektroantriebs-Generation (Gen 5 genannt) der Münchner soll Basis der gemeinsamen Entwicklungen sein. Sie fasst die E-Maschine, das Getriebe und die Leistungselektronik in einem Gehäuse zusammen. So ist der Elektroantrieb leicht in weitere Modelle einzubauen. Zudem zeichnet sich die E-Maschine dadurch aus, dass sie keine seltenen Erden benötigt. Eingeführt wird die fünfte Generation im BMW iX3, der 2018 als Designstudie gezeigt wurde und 2020 auf den Markt kommen soll.

Die Kooperation soll Entwicklungszeiten verkürzen und für Skaleneffekte in den Bereichen Entwicklung, Produktion und gemeinsamer Einkauf sorgen. Ein gemeinsames Expertenteam von BMW Group und Jaguar Land Rover soll in München die Gen-5-Antriebseinheiten weiterentwickeln. Die Fertigung der Elektroantriebe erfolgt getrennt an den jeweiligen Standorten. Beide Unternehmen wollen darauf achten, ihren markenspezifischen Kern zu erhalten.

Die zum indischen Tata-Konzern gehörende JLR-Gruppe hat angekündigt, ab dem Jahr 2020 alle neuen Modelle auch mit Elektroantrieb anzubieten. Auch BMW hat viele neue Elektromodelle im Kalender stehen. Ab November soll der Mini-Dreitürer als Elektroauto produziert werden. Danach sind ab 2020 ein iX3 und 2021 ein iNext sowie ein i4 auf Basis des 4er Gran Coupé geplant. Erst die danach startenden Modelle, über die noch nichts bekannt ist, sollen gemeinsam mit JLR entwickelt werden, wie aus dem FAZ-Bericht hervorgeht. Bei allen Anstrengungen im Bereich Elektromobilität plädiert BMW aber nach wie vor für technologische Offenheit und will auch konventionelle Verbrennungsmotoren weiter optimieren und in die Brennstoffzelle investieren.

Quellen: BMW, FAZ.net