Der Hybrid-Sportwagen quillt fast vor lauter Kohlefaser über

Das Tuning von extremen Sportwagen immer ein heikles Thema. Entweder werden sie dadurch noch beeindruckender und aggressiver oder das oft sehr aufwändige und aerodynamisch ausgefeilte Design ruiniert. Wir denken insbesondere an die manchmal rauen Kreationen von Liberty Walk. Ihr BMW i8 Roadster E.N. ARMY Edition, der gemeinsam mit Energy Motor Sport entstanden ist, lässt uns ein wenig zwischen diesen beiden Beobachtungen schwanken.

Auch nach Jahren sieht der BMW i8 noch immer futuristisch aus. Das bildet offensichtlich eine sehr schöne Grundlage für jede Modifikation, die ihm ein wenig mehr Präsenz und Aggressivität verleiht. Bei gewissen Teilen des Fahrzeugs hat Liberty Walk diesbezüglich keine schlechte Arbeit abgeliefert. 

Auf der anderen Seite fällt es schwer, die Modifikationen an den vorderen und hinteren Kotflügeln, die verbreitert und dunkler lackiert wurden als der Rest der Karosserie, als hübsch zu bezeichnen. Dafür sorgt schon die Tatsache, dass sie das Auto etwas stumpfer wirken lassen. Obwohl die Arbeit an den Spiegeln nicht sehr raffiniert ist, ist sie durch ihre Komplexität bemerkenswert. Allerdings ist es schwierig, den zusätzlichen Heckspoiler zu rechtfertigen, wodurch der BMW i8 seine komplexen, aber homogenen Linien verliert, die einen Luftstrom nach hinten zwischen den Leuchten und der Motorhaube erzeugen.

Unter der Haube wurde hingegen nicht geändert. Es bleibt also beim Plug-in-Hybrid mit 1,5-Liter-Dreizylinder und 374 PS Systemleistung. Normalerweise in der Lage, 100 km/h in 4,4 Sekunden zu erreichen, ist nicht bekannt, ob diese Version, ausgestattet mit Teilen mit fragwürdiger aerodynamischer Effizienz, Leistung gewinnt oder verliert.

Bildergalerie: BMW i8 Roadster E.N. ARMY Edition