Die Änderungen sind aber schwer auszumachen

Opel räumt im Jahr 2019 seine Modellpalette auf. Der Karl entfällt, der Corsa kommt komplett neu und der Astra erhält ein Facelift. Erlkönige des überarbeiteten Astra werden derzeit auf öffentlichen Straßen in Deutschland getestet. Dieser Prototyp sieht fast serienreif aus und weist gegenüber dem aktuellen, 2015 vorgestellten Modell nur geringfügige optische Veränderungen auf.

Nach den Scheinwerfern zu urteilen, ist dies wahrscheinlich ein Astra in mittlerer Ausstattung mit Projektorlinsen über Standard-Halogenlampen. Genau wie beim Vor-Facelift-Modell erwarten wir, dass die teureren Versionen Voll-LED-Leuchten mit adaptiver Technik ("Intellilux") erhalten.

Am Heck erkennen wir offen gesagt keine Änderungen, aber die Tarnfolie könnte wahrscheinlich aktualisierte Grafiken für die Rückleuchten verbergen. Das Klebeband, das die Schriftzüge auf der Heckklappe bedeckt, deutet jedoch darauf hin, dass unter der Haube wichtigere Veränderungen stattfinden.

Opel ist jetzt im Besitz des PSA-Konzerns, der bereits gesagt hat, dass man mehr französische Motoren in den Autos der deutschen Marke sehen will. Somit könnte der Astra zum Facelift Turbobenziner- und -Diesel auf PSA-Basis erhalten könnte, einschließlich des 1,2-Liter-THP-Turbo von Peugeot und des 1,5-Liter-BlueHDi. Natürlich ist noch nichts bestätigt und PSA könnte sich entscheiden, bis zur nächsten Generation des Astra zu warten, aber die Chancen stehen gut, dass der Motortausch mit dem Facelift erfolgt. Optional würde dann auch eine Achtgang-Automatik erhältlich sein.

Opel Astra Facelift (2019) Erlkönig

Interessanterweise verfügt der hier gezeigte Erlkönig nicht über eine Tarnung für den Innenraum, wodurch erkennbar wird, dass sich Änderungen innerhalb der Kabine auf neue Verkleidungsoptionen und Polsterungen beschränken. Dennoch sollte das Infotainmentsystem mit einer neuen Softwareversion sowie neuen Anwendungen aktualisiert werden.

Abschließend sei gesagt, dass Opel im vergangenen Jahr 158.674 Exemplare des Astra in Europa verkauft hat, was einem deutlichen Rückgang um 27 Prozent gegenüber 2017 entspricht. Gerade mit Blick auf neue Konkurrenz wie den Skoda Scala, den Ford Focus oder den kommenden VW Golf wird es höchste Zeit für ein Facelift.

Fotos: CarPix