Die Topversion des Ober-3ers könnte über 500 PS bekommen

Es ist erst März und BMW M hat mit dem X3 M und dem X4 M bereits zwei interessante neue Produkte präsentiert. Ein weiteres - und noch viel spannenderes - vollwertiges M-Modell ist für die zweite Jahreshälfte 2019 vorgesehen. Die Neuauflage des BMW M3 ist noch reichlich getarnt in Schweden unterwegs. Vor der offiziellen Premiere auf der Frankfurter IAA im September zeigen sich aber jetzt bei Sonnenschein weitere Details.

Der Prototyp, der hier fotografisch festgehalten wurde, hat die finale Karosserie und die endgültigen Rückleuchten, aber vorne scheinen die Scheinwerfer relativ provisorisch zu sein. Mit so viel Tarnung auf dem Frontgrill und dem vorderen Stoßfänger erscheint es naheliegend, dass BMW zusätzliche Maßnahmen ergriffen hat, um das Design des ständig wachsenden Nierenpaares und der robusten Lufteinlässe zu verbergen.

Besonders auffällig sind die vier Endrohre. Sie gehören seit längerer Zeit zu M3 und M4 wie das Amen in der Kirche. Wer aber genau hinsieht, erkennt die unschön unten herausragende Abgasanlage. Entweder ist das noch nicht die endgültige Lösung oder BMW hat noch einen üppigeren hinteren Stoßfänger in Arbeit, um die Endtöpfe besser zu kaschieren.

Bildergalerie: BMW M3 (2020) Erlkönig: Neue Bilder

Wie Sie wahrscheinlich schon erfahren haben, hat BMW bereits über den Umweg von X3 M und X4 M einige Details über den neuen M3 enthüllt. Es wird ihn wohl in zwei Ausführungen geben: X3 M und X4 M erhalten einen neuen 3,0-Liter-Biturbo-Reihensechszylinder, der später auch im künftigen M3/M4 zum Einsatz kommen wird. Die Münchner sprechen von einer Neuentwicklung, die nicht mehr so viel mit dem alten S55-Aggregat gemein haben soll. Die Maschine verfügt über eine geschmiedete Kurbelwelle, einen Zylinderkopf-Kern aus dem 3D-Drucker und weiterentwickelte Turbolader. Der Einspritzdruck steigt auf 350 bar.

480 PS bei 6.250 U/min und 600 Nm zwischen 2.600 und 5.600 U/min stehen bei den normalen Versionen zur Verfügung. Bei den Competition-Versionen sind es 510 PS, außerdem liegt hier das maximale Drehmoment bis 5.950 Touren an. Die Maximaldrehzahl beträgt 7.200 U/min, also etwas weniger als beim alten Biturbo-Sechszylinder (dort sind es 7.600 U/min).

Aus dem größeren BMW M5 werden das xDrive-Setup (mit RWD-Modus) und das aktive Dämpfersystem übernommen, während das Bremssystem, das von den beiden neuen M-SUVs bezogen wird, gegen Aufpreis zu einem Carbon-Keramik-Setup aufrüstbar ist. Ein Automatikgetriebe mit acht Gängen soll die Kraft des Motors auf die Straße bringen.

Fotos: Automedia