300 PS und dicke Schürzen für Wolfsburgs Performance-Crossover

Diverse Erlkönigfotos, eine offizielle Teaser-Zeichnung und doch schien es bis zuletzt seltsam, dass der T-Roc die vollen R-Weihen erhält. Aber was heißt heute schon seltsam. Eigentlich kann der Fall gar nicht klarer sein. Denn wir sind im Jahr 2019 angekommen und viele Menschen wollen 300 PS nicht mehr in einem Hot Hatch, sondern in einem kompakten SUV. Dazu kommt, dass sich Golf und T-Roc technisch kaum unterscheiden. Und ein Golf R war halt schon da. In diesem Sinne: Ein großer Tusch für den neuen VW T-Roc R! Die offizielle Vorstellung des Audi SQ2-Cousins findet auf dem Genfer Autosalon 2019 am 5. März statt, unsere Kollegen von Motor1.com Italia konnten aber schon vorab ein wenig luren und haben uns die ersten Details verraten.

Was Sie in diesem Zusammenhang sicher am meisten interessieren wird: Wolfsburgs neues Performance-Crossover leistet 300 PS und 400 Nm Drehmoment. Wie im Technik-spendenden Golf R handelt es sich dabei um den ewigen EA888-Zweiliter-TFSI-Motor. VWs 4Motion-Haldex-Allrad ist selbstverständlich Serie. Anders als beim Bruder Golf, wird es im T-Roc R allerdings keine 6-Gang-Handschaltung geben. Einzige Getriebe-Option ist eine 7-Gang-Doppelkupplung. Von 0-100 km/h sprintet das Auto in 4,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 250 km/h.

Äußerlich geht VWs neuer Rivale für den BMW X2 35i noch als relativ dezent durch. Die Frontschürze wurde gegen ein muskulöser aussehendes Teil mit deutlich mehr Lufteinlässen getauscht (eigentlich besteht sie fas ausschließlich daraus) und hat seitlich drei vertikal angeordnete LED-Tagfahrlichter. Am Heck wurde vor allem der untere Teil des Stoßfängers radikalisiert. Zu erkennen ist ein Diffusor-artiger Abschluss mit den R-typischen vier Auspuff-Endrohren. In diesem Fall sehen Sie den optionalen Akrapovic-Endschalldämpfer, der vermutlich wieder ein Vermögen kosten wird, aber den Sound des Vierzylinders zugegebenermaßen massiv verbessert. 

Innen ist es das gleiche Spiel. Am auffälligsten ist das viele Blau, dass VW an jede verfügbare Zierblende gepinselt hat (wir gehen davon aus, dass der Konfigurator hier auch subtilere Lösungen bereit hält). Desweiteren gibt es sportlicheres Gestühl, das stark an das im Golf R erinnert. Ein unten abgeflachtes Lenkrad und Alupedale sind ebenfalls dabei. 

Volkswagen T-Roc R

Abgesehen von der Verkündigung der Leistungsdaten waren die VW-Verantwortlichen beim Besichtigungstermin offenbar äußerst wortkarg. Vom Fahrwerk wissen wir lediglich, dass es etwas tiefer und straffer daherkommen wird. Außerdem gibt es 18- und 19-Zoll-Räder, größere Bremsen und eine deaktivierbare Traktionskontrolle.

Weitere Infos gibt es dann wirklich erst am 5. März, dem ersten Pressetag des 89. Genfer Salons. Wir halten Sie auf dem Laufenden. 

Bildergalerie: Volkswagen T-Roc R