Strom-Kleinwagen mit Hinterradantrieb ist bereits reservierbar, startet aber wohl erst 2020

Der neue Honda e wird auch in der Serienversion Kameras statt Außenspiegel haben. Das gibt der japanische Hersteller nun bekannt und nennt auch noch ein paar Details zu dem Kamerasystem. 

Der elektrisch angetriebene Kleinwagen wurde zuerst 2017 auf der IAA als Urban EV Concept vorgestellt und dann wieder auf dem Genfer Salon 2019 als e Prototype gezeigt. Von der Serienversion gibt es bisher nur ein paar Detailfotos, auch der Preis ist noch nicht bekannt. Reservieren kann man den Wagen aber bereits seit 21. Mai 2019.

Die Türklinken verschwinden serienmäßig bündig in der Karosserie. Außerdem hat der Honda e Außenkameras statt konventioneller Außenspiegel. Zu den Vorteilen der Kameras gehört laut Honda neben der besseren Aerodynamik auch die bessere Sicht. Der Fahrer kann zwischen einer Normalansicht auch eine Weitwinkelansicht wählen. Tote Winkel werden in der Normalansicht um rund zehn Prozent und in der Weitwinkelansicht um etwa 50 Prozent reduziert, so Honda. Das Rückwärtsfahren wird durch die Einblendung von Hilfslinien auf den Monitoren erleichtert. 

Schon Mitte Februar 2019 hatte Honda ein Bild des Cockpits gezeigt, auf dem auch links und rechts die 6,0-Zoll-Monitore zu sehen sind, die die Außenkamerabilder zeigen:

Honda e-Prototype

Ansonsten besteht das Cockpit aus einem die Breite betonenden Armaturenbrett mit einem Instrumentendisplay vor dem Fahrer und zwei Infotainmentdisplays rechts daneben. Bei den Materialien scheint Honda auf unlackiertes, natürlich wirkendes Holz, schwarze Bedienelemente  und dezenten grauen Stoff zu setzen.

 

Die Reichweite gibt Honda mit "mehr als 200 Kilometer" an – eine recht bescheidene Zahl, im Vergleich zu den Konkurrenten Peugeot e-208 (340 Kilometer nach WLTP), Opel Corsa-e (330 WLTP-Kilometer) und Renault Zoe Z.E. 40 (300 WLTP-Kilometer). Die Reichweite liegt eher im bereich des Zoe Life (168 Kilometer), den es ab 29.900 Euro gibt. Daher vermuten wir, dass der Honda e beir rund 32.000 Euro liegt.

Aufgeladen wird das Auto über eine Buchse unter der schwarzen Fläche auf der vorderen Haube. Per Schnellladen kann man die Batterie in 30 Minuten zu 80 Prozent aufladen. Der Elektromotor treibt die Hinterräder an, seine Leistung ist jedoch noch nicht bekannt. Auch Daten zu Außenmaßen und Kofferraumvolumen fehlen noch.

Der Wagen ist Teil der Elektromobilitätsstrategie von Honda, nach der 2025 zwei Drittel der in Europa verkauften Autos Hybrid-, Plug-in-Hybrid- und Elektrofahrzeuge sein sollen. Vorgestellt wird das Serienmodell noch 2019, vermutlich wird es bis zur IAA dauern. Produktionsstart ist "noch 2019", doch Marktstart dürfte erst Anfang 2020 sein.

Bildergalerie: Honda e Prototype