Ein frühes Facelift für die Mittelklasse?

Genau am 6. Februar 2017 stellte Opel den Insignia Sports Tourer der aktuellen Generation vor. Noch recht frisch also, weshalb diese Erlkönigbilder etwas überraschend kommen. Es sieht so aus, als hätten es die Rüsselsheimer eilig, ihrem größten Modell ein Facelift zu verpassen. Normal wäre eigentlich ein Facelift in der Mitte des Lebenszyklus, also frühestens 2020. Was steckt also dahinter?

Die großzügige Tarnung an der Frontschürze verbirgt geänderte Scheinwerfer. Schaut man genauer hin, entdeckt man einen markanten Knick, der an die jüngsten Audi-SUVs erinnert. Es scheint auch einen kleineren Frontgrill zu geben, zusammen mit leicht aktualisierten Grafiken für die Rückleuchten.

Nicht auszuschließen ist auch, dass Opel einen neuen Motor für den Insignia testet, der möglicherweise vom neuen Eigentümer des Unternehmens, PSA, stammt. Es wäre sinnvoll, wenn das Auto fast die gleichen Antriebsstränge wie der neue Peugeot 508 verwenden würde, um im neuen Konzernverbund Geld zu sparen. Um den Gedanken weiterzuspinnen: Könnte man den Opel Insignia auf die Plattform des Peugeot 508 setzen? Nun, das dürfte schwierig werden: 2.793 Millimeter des Peugeot stehen 2.829 Millimeter des Opel entgegen. Ein weiterer Punkt spricht dagegen: In Rüsselsheim läuft der Insignia auch als Buick Regal vom Band, der in Nordamerika und China verkauft wird. Bis 2024 will Opel seine Produktpalette komplett auf PSA-Plattformen umgestellt haben. Letzter im Bunde? Vielleicht der Insignia.

Fotos: Automedia, CarPix

Bildergalerie: Opel Insignia Facelift (2019) erwischt