Walter Röhrl führt Feld von 75 Fahrzeugen des Kult-Sportlers an

1968 war in vielerlei Hinsicht ein besonderes Jahr: Autofreunde staunten über den neuen Opel GT, der aussah wie eine geschrumpfte Corvette. Auch ein gewisser Walter Röhrl war fasziniert: „In meiner Jugend träumte jeder, auch ich, von diesem Coupé.“ 50 Jahre später hat sich Röhrl, 1982 Rallye-Weltmeister auf Opel Ascona 400, seinen Traum erfüllt. Seit 2016 besitzt er als Oldtimer einen silberfarbenen GT mit dem er jetzt Geburtstags-Stargast auf dem Hockenheimring war.

Moderne GT-Träume von Opel:

Auf der Rennstrecke trafen sich insgesamt 75 Opel GT für ein paar Runden. Und das nicht ohne historischen Hintergrund: Ende Oktober 1968 standen in Hockenheim 41 GT und 44 weitere Sportmodelle aus Rüsselsheim für Testfahrten von Händlern, Presse und besonderen Kunden bereit.

Exakt 75 Opel GT waren es im September 2018. Die Klassik-Abteilung aus Rüsselsheim brachte den ersten GT von 1968 und den letzten von 1973 mit, hinzu kamen seltene Tuning-Varianten von Irmscher und Conrero. Mit von der Partie war auch Gil Wesson, der Präsident des amerikanischen GT-Clubs. Knapp 70 Prozent von insgesamt 103.463 gebauten GT gingen in die USA, viele davon mit der hierzulande unpopulären Dreigang-Automatik.

Und Europa? Unter dem Dachverband der europäischen GT-Clubs sind aktuell gut 1.550 Fahrzeuge registriert. Seinerzeit gab es den Opel GT mit 60 oder 90 PS. Die Karosserie samt Lackierung und Innenausstattung entstand bei französischen Firmen, im Bochumer Opel-Werk kamen das Fahrwerk und der Motor hinzu.

Auf dem Hockenheimring bat Walter Röhrl übrigens erstmals um ein Autogramm. Kein Geringerer als GT-Designer Erhard Schnell, heute 91, signierte einen der legendären Klappscheinwerfer. „Schon 1968 waren die Reaktionen großartig, doch heute habe ich das Gefühl, wird der GT sogar noch ein bisschen mehr geliebt“, so Schnell.

Bildergalerie: 50 Jahre Opel GT