Gechoppter Kodiaq kommt wohl erst in China, später auch bei uns

Auch wenn sich der Sinn dahinter nicht für jedermann sofort erschließt - SUV-Coupés sind das Ding der Stunde. Vor nunmehr fast zehn Jahren brachte BMW mit dem X6 das erste Exemplar dieser streitbaren Gattung. Und landete damit zur Überraschung aller einen Riesen-Erfolg. Mittlerweile gibt es diverse Nachahmer: Mercedes GLE und GLC Coupé, Audi Q8, BMW X4 und in Bälde wohl auch das Porsche Cayenne Coupé (um nur einige zu nennen). Nun will offenbar auch Skoda ein Stück vom nahrhaften SUV-Coupé-Kuchen abhaben. Zumindest suggerieren das diese neuen Erlkönigbilder. Sie zeigen mehrer Coupé-ifizierte Varianten des Erfolgs-SUV Kodiaq. Doch was hat es damit auf sich?

Mehr künftige SUV-Coupés

Es ist  davon auszugehen, dass er zuerst im noch SUV-verliebteren China auf den Markt kommt. Bereits im April bestätigte Skoda-Boss Bernhard Maier, dass man dort Ende 2018 sein viertes SUV-Modell bringen werde. Er sprach in diesem Zusammenhang vom "nächsten großen SUV", womit er eigentlich nur das Kodiaq Coupé meinen konnte. Gerüchten zufolge wird das Auto als Kodiaq GT zu den Händlern rollen.

Auch wenn Skoda mit äußerst trickreicher Tarnung versucht, uns hinters Licht zu führen (die weißen Exemplare auf den Bildern haben sogar falsche Scheinwerfer und Rückleuchten aufgeklebt), erkennen wir doch schon die wesentlichen Merkmale des Kodiaq Coupés. Vorne ergeben sich keine sichtbaren Änderungen. Wie üblich fällt aber die Dachlinie deutlich früher ab als beim normalen Kodiaq-SUV. Dafür steht die Heckscheibe viel flacher. Zusätzlich wird sie durch einen viel weiter hineinragenden Dachspoiler sichtlich verkleinert. Rundumsicht und Kofferraumvolumen dürften also etwas leiden.

Für das Platzangebot muss das nicht zwangsläufig gelten. Der Kodiaq-Innenraum ist riesig, daran dürfte die flachere Dachlinie nicht so viel ändern. Weitere Auffälligkeiten am Heck: Der kürzere hintere Überhang und die merklich nach innen gezogene Heckklappe. Praktischer wird es durch die engere Ladeluke und die vermeintlich höhere Ladekante also sicher nicht.

Muss es bei einem SUV-Coupé aber auch nicht. Hier geht es eher um Lifestyle und Dynamik. Ob Skoda bei letzterer ansetzt, bleibt abzuwarten. Der normale Kodiaq ist ja eher von der gemütlichen Sorte. Etwas mehr Sportsgeist könnte nicht schaden. Im Interieur erkennen wir zumindest schon mal neue Sportsitze mit integrierter Kopfstütze. Ein Indikator für mehr Performance? Abwarten.

Die Motoren des Kodiaq GT sollten die gleichen sein, die wir schon vom Standard-Kodiaq kennen, sprich: Turbo-Benziner und -Diesel mit 125 bis 190 PS. Womöglich spart man sich für das prestigeträchtigere Coupé den 125-PS-Einstiegsbenziner. Dafür könnte ein Plug-in-Hybrid zum Einsatz kommen. Bis 2025 sollen 25 Prozent aller Skoda einen Stecker haben und irgendwo muss man ja anfangen. Zudem ist der Plug-in gerade auf dem chinesischen Markt wichtig.

Gerüchten zufolge soll die Premiere des Kodiaq GT noch in diesem Monat auf der Chengdu Auto Show über die Bühne gehen. Ende des Jahres könnte er dann im Reich der Mitte auf den Markt kommen. Wenn er denn nach Europa gelangt, dann nicht vor 2019.

Fotos: Carpix, Automedia  

 

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