Cooler, günstiger und es gibt sogar eine Rallye-Edition, die driftet

Wir wissen nicht, wie firm Sie mit der Lage auf dem Markt für Spaß-orientierte Dreiräder sind, aber besonders groß ist das Angebot hierzulande nicht. Spontan würden uns da der Polaris Slingshot und der BRP Can-Am Spyder einfallen. Beide zeichnen sich nicht unbedingt durch besondere Attraktivität aus. Außerdem sind sie für ihren eher begrenzten Einsatz-Horizont doch relativ teuer. BRP, der kanadische Erbauer des letztgenannten Gefährts, hat nun offenbar vor, das zu ändern. Mit dem neuen Can-Am Ryker, einer deutlich preisgünstigeren Alternative für alle, die gerne vorne mehr Räder haben als hinten. 

Noch mehr Dreiräder und zwar im Test

Für ein Dreirad sieht der neue Ryker sogar ziemlich ansehnlich aus. Viel wichtiger aber: Er ist günstig. Ab 9.799 Euro können Sie das Spaß-Rad mit 48-PS-Rotax-600-ACE-Zweizylinder erwerben. Wie viel für den 78 PS starken Rotax-900-ACE-Dreizylinder aufgerufen wird, ist noch nicht raus. Der günstigste Can-Am Spyder (ab 105 PS) kostet mit 18.899 Euro in etwa doppelt so viel. Der Polaris Slingshot (173 PS) sogar knapp das Dreifache. Klar, beide haben deutlich mehr Leistung, aber für viele ist das wohl gar nicht so wichtig. „Unsere Untersuchungen zeigen, dass weltweit Tausende Menschen den Kauf eines Dreiradfahrzeuges in Betracht ziehen würden, wenn diese erschwinglicher wären“, sagt Josée Perreault, Senior Vice-President, Can-Am On-Road bei BRP.

Das ist beim neuen Can-Am Ryker nun der Fall. Die Kanadier versprechen "eine langlebige Antriebswelle, die keine Einstellung, Ausrichtung oder Wartung erfordert". Der Hinterradantrieb und die Hinterradführung erfolgen hier nicht über eine Zweiarmschwinge mit Zahnriemen, sondern über eine Einarmschwinge aus Aluminium mit integrierter Kardanwelle.

BRP hält den Ryker für "das wohl am leichtesten zu fahrende Dreiradfahrzeug, das jemals gebaut wurde". Das dürfte unter anderem an der neuen CVT-Automatik liegen, die dem Fahrer jegliches Schalten abnimmt. Draufsetzen und Griff drehen - mehr muss man hier nicht machen. Für Sicherheit sorgen unter anderem ABS, Traktions- und Stabilitätskontrolle sowie eine Berganfahrhilfe. Mit einem Pedal kontrolliert man die kombinierte Scheibenbremse.

Zur Ausstattung des Can-Am Ryker zählen ein 4,5-Zoll-Monochromdisplay im Cockpit, zwei USB-Ports und werkzeugfreie Verstellmöglichkeiten für Lenker und Fußrasten. Auf ordentlich Stauraum wie beim größeren Spyder müssen Ryker-Piloten allerdings verzichten. Es gibt ein 7-Liter-Staufach und das wars. Ausgeliefert wird der Ryker mit Einzelsitz, optional kann man aber eine Sitzbank für zwei bekommen.

Wer es etwas wilder mag: BRP bietet den Can-Am Ryker auch als Rallye-Edition an. Diese kommt mit längeren Federwegen, grobstolligen Reifen und einem ESP mit Driftfunktion. Der Ryker ist ab Anfang 2019 in Deutschland zu haben.

 

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