Nachgeschärfter Chiron-Ableger in Pebble Beach

Was macht man, wenn man nur ein Modell im Programm hat? Ähnlich wie im Restaurant wird das Menü neu arrangiert, ohne die Zutaten grundlegend zu verändern. So macht es jetzt Bugatti: Im Rahmen der Monterey Speed Week wurde der auf dem Chiron basierende Divo vorgestellt. Die auf 40 Exemplare zum Stückpreis von fünf Millionen Euro limitierte Kleinserie ist bereits ausverkauft.

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Optisch unterscheidet sich der Bugatti Divo deutlich vom Chiron, am markantesten sind die nur 35 Millimeter hohen LED-Scheinwerfer. Hinten strahlen Rückleuchten, die aus jeweils 44 Finnen bestehen.

Benannt ist der neue Bugatti übrigens nach Albert Divo, einem französischen Rennfahrer, der in den 1920er-Jahren zweimal für Bugatti die Targa Florio gewann. Allerdings dürfte auch das italienische „il divo“ (der Star) eine Rolle bei der Namensfindung gespielt haben.

Die weiteren technischen Änderungen sind von ihren Auswirkungen her nicht sagenhaft spektakulär: Es bleibt beim Sechzehnzylinder-Motor mt acht Liter Hubraum, aufgrund eines erhöhten Radsturzes ist die Spitze auf 380 km/h limitiert. Gegenüber dem Chiron ist der Divo um 35 Kilogramm leichter, Türverkleidungen und die Mittelkonsole entfallen.

Entscheidend ist die Kurvengeschwindigkeit: Bei der Querbeschleunigung hat der Divo auf 1,6 g zugelegt, er soll auf dem Handlingkurs von Nardo acht Sekunden schneller als der Chiron sein. Neu ist ein feststehender Heckflügel, der 1,83 Meter breit ist und auch als Luftbremse fungiert. Insgesamt bietet der Divo 456 Kilogramm Abtrieb, 90 Kilogramm mehr als der Chiron.

Bildergalerie: Bugatti Divo

Bild von: Bugatti