241 km/h. Auf einem Rasenmäher! Honda arbeitet an einem irren Gartengerät

Dieser Rasenmäher hat es faustdick hinter den Ohren: Honda bringt den „Mean Mower“ zurück, und diesmal will man so richtig auf den Putz hauen. Der japanische Autohersteller hat eine zweite Version seines Mähers auf Steroiden entwickelt, mit dem Ziel, über 150 Meilen pro Stunde (241 km/h) zu schnell zu sein.

Der Mean Mower V2 wurde vom Team Dynamics, dem Partner von Honda in der British Touring Car Championship, gebaut. Hinzu kam das Team hinter dem ersten „Mean Mower“ (übersetzt: gemeiner Rasenmäher), das 2014 mit 216 km/h den Rekord für den schnellsten Rasenmäher der Welt aufgestellt hat.

Das Team hinter dem Mäher sagt, dass die Entwicklung mit der zweiten Generation eine ganz neue Ebene erreicht hat – es verwendet jetzt CAD-Design, mehr maßgeschneiderte Teile, fortschrittliche Materialien und 3D-Druck und vor allem jetzt fast doppelt so viel Leistung wie beim Original.

Beim Motor handelt es sich um einen Vierzylinder mit 999 Kubikzentimeter Hubraum. Er arbeitet normalerweise in dem Honda-Motorrad CBR 1000 RRR Fireblade SP und leistet dort mehr als 190 PS bei 13.000 Umdrehungen. Mit einem superleichten Rahmen und einem Trockengewicht von nur 69,1 Kilogramm prognostizieren die Ingenieure von Team Dynamics ein Verhältnis von Leistung zu Gewicht von 1.000 PS/Tonne. In Worten: Tausend! Kupplung, Steuergerät, Sechsganggetriebe und LCD-Display werden ebenfalls von der Honda Fireblade übernommen.

Die Bremsen sind vorne mit vier Kolben und hinten mit sechs Bremssätteln ausgestattet. Dazu belüftet, um den Luftdurchsatz zu erhöhen und das Gewicht zu reduzieren. Goldeloxierte 10-Zoll-ATV-Räder und spezielle Hoosier-Rennreifen sorgen für die Bodenhaftung.

Honda Mean Mower V2
Honda Mean Mower V2

Honda sagt, dass ein wichtiger Teil der Aufgabe war, das Aussehen eines Rasenmähers -- in diesem Fall der HF 2622 Rasentraktor – beizubehalten, welches durch die Fronthaube, den Graskasten und die Karosserieteile erreicht wird.

Das zweite wesentliche Element ist die Fähigkeit, noch immer Gras zu mähen, damit der Weltrekord auch offiziell anerkannt wird. Das klappt mit dem Monster-Mäher immer noch dank leichter Überarbeitungen am Mähwerk, um die Kette, die zu den Hinterreifen läuft, unterzubringen. Hinzu kommen zwei Batterien, die für den Antrieb jener Elektromotoren benötigt werden, die die Kohlefaserklingen zum Mähen drehen.

Und wer wird der todesmutige Pilot des Mean Mower V2 sein? Es ist der 23-jährige Jess Hawkins, ein erfahrener Rennfahrer, der derzeit als Stuntfahrer in der Fast & Furious Live-Show arbeitet. Eine „gmahde Wiesn“ also, wie der Bayer so schön sagt? Warten wir erst einmal den Rasenmäher-Höllentrip von Mister Hawkins ab.

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