Voll vernetzt, mit Luxus-Cockpit und Frontantrieb-Option

Das ist sie also, die dritte Generation des Mercedes Sprinter. Und wenn man sich die Details ansieht, dann hat sie definitiv das Potenzial, das Nutzfahrzeug-Segment zu revolutionieren. In Europa nimmt der neue Sprinter die Arbeit ab Juni 2018 auf. Das Ganze in Deutschland ab 19.900 Euro für das frontgetriebene Basismodell mit 114-PS-Diesel. Der elektrische E-Sprinter soll 2019 folgen.

Erstmals Frontantrieb
Dass Sie gerade „frontgetrieben“ gelesen haben, ist übrigens kein Schreibfehler. Zu den üblichen heck- und vierradgetriebenen Sprinter-Versionen gesellt sich bei der dritten Generation nun auch eine Variante mit Vorderradantrieb. Die Vorteile: 50 Kilo mehr Nutzlast und eine um 80 Millimeter niedrigere Ladekante. Die frontgetriebenen Sprinter (3,0 bis 4,1 Tonnen) sind wahlweise mit Sechsgang-Schaltgetriebe oder Neungang-Automatik zu haben. Die schwereren Varianten mit Heck- oder Allradantrieb (3,0 bis 5,5 Tonnen) kommen optional mit Daimlers 7G-Tronic. Standard-Antrieb ist ein 2,1-Liter-Diesel mit 114 bis 163 PS Leistung. Für Reisemobile ist auch eine Version mit 177 PS verfügbar. Topmotorisierung ist wie bisher ein 3,0-Liter-V6-Diesel mit 190 PS. Alle Aggregate kommen mit SCR-Kats und Adblue-System.

Über 1.700 Möglichkeiten
Die Anzahl an Varianten ist beim Sprinter 2018 nahezu unüberschaubar. Er wird in sechs verschiedenen Karosserievarianten (Kastenwagen, Tourer, Pritschenwagen, dazu Fahrgestelle mit Einzel- oder Doppelkabine, Sprinter Bus für bis zu 20 Sitzplätze sowie der sogenannte „Triebkopf“ für Reisemobile) angeboten. Bezieht man dann noch die verschiedenen Längen, Dachhöhen, Nutzlasten, Motoren und Co. mit ein, ergeben sich insgesamt über 1.700 verschiedene Konfigurationen. Maximal hat der neue Sprinter ein Ladevolumen von 17 Kubikmeter und eine Nutzlast von 5,5 Tonnen.

Sehr schickes Cockpit
Optisch unterscheidet sich der 2018er-Sprinter nicht allzu stark von seinem seit 2006 gebauten Vorgänger. Ein größerer Grill und schmalere Scheinwerfer (optional mit Voll-LED-Scheinwerfern) sind die auffälligsten Neuerungen. Innen jedoch hebt der Sprinter das Kastenwagen-Segment auf ein komplett neues Level. Es gibt einen großen, freistehenden Zentralbildschirm, eine Digitalanzeige zwischen den Rundinstrumenten und sogar die elektrische Sitzverstellung wird aus den PKW-Modellen übernommen.

Viel vernetzter
Außerdem hält das soeben in der neuen A-Klasse vorgestellte MBUX-Infotainmentsystem Einzug. Inklusive bis zu 10,25 Zoll großem HD-Display, Touchscreen- und Sprachsteuerung. Der neue Sprinter ist damit auch Internet-fähig und bedient sich modernster Telematiklösungen. So soll das Flotten-Controlling vereinfacht werden. Eine bessere Kommunikation zwischen Flottenmanager und Fahrer dürfte den Arbeitsalltag ebenfalls erleichtern. Mercedes nennt sein neues System Pro Connect. Es soll die Disposition und Wartung spürbar erleichtern, weil alle Fahrzeug- und Positionsdaten nun in Echtzeit abgerufen und verwaltet werden können.

Neue Assistenzsysteme
Einen gewaltigen Sprung macht die dritte Sprinter-Generation auch bei den Assistenzsystemen. Neu und erstmals im Segment zu haben ist ein aktiver Abstandstempomat. Einen Brems- und Spurhalteassistenten gibt es nun ebenfalls. Der bereits vom Vorgänger bekannte Seitenwind-Assistent ist nun Serie. Außerdem entschärft Mercedes das Parken: Neben einer normalen Rückfahrkamera ist künftig auch ein Paket mit 360-Grad-Blick zu haben. Bestellbar ist der neue Sprinter ab sofort.

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