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Posaidon E 63 RS 850+: E-Klasse-Dampfhammer mit mehr als 1.000 PS

Tuning für den Mercedes-AMG E 63 S (W 212)

Mercedes E-Klasse mit über 1.000 PS

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

29. Dez. 2017 um 17:06 Uhr

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Eintausend PS: Jahrzehntelang erschien diese Zahl wie eine undurchdringliche Schallmauer. Erst 2005 durchbrach sie Bugatti mit dem 1.001 PS starken Veyron. 16 Zylinder und vier Turbolader benötigte der rund 1,3 Millionen Euro teure Supersportler. Heute erreicht der Tuner Posaidon dasselbe mit halb so vielen Zylindern und Turboladern sowie zu einem Bruchteil des Preises. Vorhang auf für den E 63 RS 850+.

Mit oder ohne Hubraumvergrößerung
Der Wagen basiert auf dem alten Mercedes-AMG E 63 S (Baureihe W 212). Serienmäßig bringt sein Achtzylinder mit zwei Turbos 585 PS und 800 Newtonmeter. Daraus macht Posaidon deutlich mehr als 1.000 PS, während das Drehmoment aus Rücksicht auf den Antriebsstrang elektronisch auf 1.350 Newtonmeter begrenzt wird. Dazu wird der Hubraum in verschiedenen Ausbaustufen von 5,5 auf 6,2 oder sogar 6,5 Liter vergrößert. Ferner installiert Posaidon andere Turbolader und eine optimierte Ladeluftkühlung sowie eine Abgasanlage mit Klappensteuerung inklusive Sportkatalysatoren. Doch auch ohne Hubraumvergrößerung ist einiges möglich: Das hier gezeigte Fahrzeug mit dem Originalhubraum von 5,5 Litern kommt mit den anderen genannten Maßnahmen auf 920 PS und 1.350 Newtonmeter.

Verstärktes Getriebe und Tieferlegung
Bei allen Leistungsstufen optimiert Posaidon den Antriebsstrang. Das Siebengang-Sportgetriebe wird mit aufwendigen Verstärkungen an die wirkenden Kräfte angepasst. Die Sperrdifferenziale vorne und hinten halten Drehmomenten von bis zu 1.500 Newtonmeter problemlos stand. Den Fahrzeugschwerpunkt senken die Experten an der Vorderachse mittels der Installation von Sportfedern und an der Hinterachse via Elektronikanpassung ab. Zur Camouflage-Folierung in Weiß, Grau und Schwarz passen die mattschwarzen Felgen in den Größen 9x19 und 10x20 Zoll. Unauffällig in den monochromen Auftritt integrieren sich ferner die Elemente des werksseitigen Carbon-Pakets, während die mächtigen Sättel der Carbon-Keramik-Bremsanlage sich durch ihr ein blaues Finish in Szene setzen. Dem Interieur spendierte Posaidon "edle und sportliche Upgrades", sagt aber nicht welche. Die bis 380 km/h reichende Tachometerskala jedenfalls scheint bei der gebotenen Leistung nicht übertrieben ...

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