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Wilde Wüsten-Käfer

VW feiert 50 Jahre Baja Bug und Meyers Manx

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Roland Hildebrandt Roland Hildebrandt

Von: Roland Hildebrandt

5. Okt. 2017 um 13:04 Uhr

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Felsen, steile Schluchten, Rüttelpisten, wenig Sicht durch Staub und Sandgruben. Alle diese Hindernisse müssen die Teilnehmer der sogenannten ,Baja 1000" bewältigen, selbstverständlich auch nachts. Zur fünfzigsten Ausgabe erinnert VW an die berühmten ,Baja Bugs" und die daraus entstandenen Buggies.

Wilder Ritt durchs Gelände
Am 31. Oktober 1967 wurde die erste Baja-Rallye eingeläutet, damals noch unter dem Namen ,Mexican 1000". 68 Fahrzeuge starteten in Tijuana, nur 31 schafften es nach 950 Meilen (umgerechnet rund 1.530 Kilometer) ins Ziel, welches sich wie 2017 im mexikanischen La Paz befand. Der Sieger benötigte 27 Stunden und 38 Minuten, große Pausen waren also nicht drin. Damals gab es keinen vorgeschriebenen Kurs, lediglich fünf festgelegte Checkpoints mussten angefahren werden. Obwohl lange Zeit Motorräder das Feld anführten, siegte schließlich ein Meyers Manx vom Erfinder des Buggys, Bruce Meyers.

Der Vater des Buggys
Meyers entwickelte seinerzeit die in den USA populären ,Baja Bugs", höhergelegte VW Käfer für spaßige Gelände-Ausritte, weiter. So entstand für die erste ,Baja" ein vierradgetriebener Meyers Manx mit Käfer-Motor im Heck. Bereits 1964 hatte Meyers eine selbstentwickelte Kunststoffkarosserie auf ein verkürztes Käfer-Fahrgestell geschraubt, der Buggy war geboren. Besonders die VW-Fans in Kalifornien schlossen die kleinen Spaßautos in ihr Herz und motzten sie häufig auf. Ende der 1960er-Jahre erfasste die Buggy-Welle auch Deutschland, prominentester Hersteller war (mit dem Segen von VW) die Firma Karmann. Die 2017er-Jubiläumsausgabe der ,Baja 1000" führt entgegen ihres Namen über gut 1.200 Meilen (1.930 Kilometer) von Ensenada bis La Paz. Die Hippie-Zeiten von VW Käfer und Co. sind indes schon lange vorbei: Um den Sieg kämpfen hochgetunte Spezialanfertigungen im Stil der Rallye-Dakar-Rennwagen.

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