Die Übernahme durch den französischen Konzern ist abgeschlossen

In der deutschen Automobilgeschichte ist ein neues Kapitel aufgeschlagen worden: Der Verkauf von Opel (und der britischen Schwestermarke Vauxhall) an die PSA-Gruppe (zu der unter anderem Peugeot und Citroën gehören) ist abgeschlossen.

Neue Opel-Mutter nach 88 Jahren
Michael Lohscheller, neuer Opel-Chef, zeigt sich optimistisch: ,Dies ist ein historischer Tag. Wir sind stolz darauf, Teil der PSA-Gruppe zu sein. Nach 88 Jahren bei General Motors schlagen wir nun ein neues Kapitel in unserer Geschichte auf. Wir selbst haben uns das klare Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 wieder profitabel zu sein." Damit spricht Lohscheller den wesentlichen Punkt der Übernahme an. PSA verfolgt knallharte finanzielle Ziele: Neben einem positiven Cashflow sind dies vor allem ein operativer Gewinn von zwei Prozent bis 2020 und sechs Prozent bis 2026. Die Skaleneffekte bei Einkauf, Fertigung und anderen Bereichen werden auf 1,7 Milliarden Euro geschätzt.

Neuer Corsa kommt 2019
Der Marktanteil der vergrößerten PSA-Gruppe liegt europaweit bei 17 Prozent. Damit ist man jetzt der zweitgrößte Automobilhersteller Europas. PSA und Opel/Vauxhall arbeiten bereits seit 2012 zusammen, jüngste Resultate sind der Crossland X und der Grandland X. 2018 kommt der Nachfolger des Opel Combo. Er ist bislang ein Fiat-Derivat und wird dann auf den Nachfolgern von Peugeot Partner und Citroën Berlingo basieren. 2019 folgt die nächste Generation des Opel Corsa mit dem Buchstaben F. Sie teilt sich die Technik mit dem kommenden Peugeot 208.

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