Audi plant E-Umbruch, Top-Manager vor Ablösung

Wie Volkswagen will offenbar auch Audi versuchen, massiv Kosten einzusparen, um den Übergang von Verbrenner- zu Elektroautos zu beschleunigen. Bis 2022 will die Marke mit den vier Ringen ihre Ausgaben um etwa zehn Milliarden Euro senken. Um das eigene Image in Folge des Diesel-Skandals aufzupolieren, betreibt Audi die Elektro-Flucht nach vorne. Drei Elektroautos sollen bis 2020 auf den Markt kommen. Bis zum Jahr 2025 soll fast jedes vierte verkaufte Auto einen Elektromotor unter der Haube haben.

Alte Zöpfe abschneiden
Eine derartige Unternehmung kostet freilich sehr viel Geld. Geld, das woanders eingespart werden muss. Der Großteil davon vermutlich in anderen Bereichen von Forschung und Entwicklung. Das Zurückfahren von Investitionen in die Diesel-Technolgie erschiene dabei wie ein plausibler Schritt. Zudem dürfte helfen, dass möglichst viele neue Elektro-Plattformen, Module und Komponenten gemeinsam mit Porsche entwickelt werden sollen. Diese Informationen wurden zuerst vom Handelsblatt veröffentlicht. Audi hat sich dazu bisher nicht geäußert.

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Vor einigen Monaten wurde bereits verkündet, dass "die besten Köpfe beider Unternehmen (Audi und Porsche) gemeinsam den technischen Kurs für die Zukunft festlegen werden". Mit einer brandneuen Architektur für elektrische, autonome Fahrzeuge. Audi arbeitet zudem mit Firmen wie Nvidia an autonomen Technologien, die sehr wahrscheinlich auch mit anderen Marken der Volkswagen Group geteilt werden.

Top-Manager vor dem Rauswurf
Um seine ambitionierten Finanz- und Entwicklungsziele zu erreichen, und um dringend nötiges Vertrauen bei Kunden und Belegschaft wiederaufzubauen, wird sich Audi sehr wahrscheinlich von einigen seiner Top-Manager trennen. Wie der Nachrichtendienst Reuters berichtet, stehen vier der sieben Vorstandsmitglieder kurz vor ihrer Demission. Vorstandschef Stadler soll allerdings nicht zur Debatte stehen.

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