Der psychedelische Rolls-Royce von John Lennon

John Lennon soll schon als Kind davon geträumt haben, einmal ein exzentrischer Millionär zu werden. Und am 3. Juni 1965 folgte er seinem lange gehegten Wunsch, als er einen schwarzen Rolls-Royce Phantom V in Empfang nahm.

Individualisierung in den 60ern
Doch der Phantom V war dem damaligen Beatles-Star immer noch nicht auffällig genug. Aus diesem Grund ließ Lennon seinen Rolls individualisieren – ganz wie Fußballprofis ihre Kisten heute beispielsweise zu Mansory und Co. bringen. Der Musiker verfügte, dass die Rücksitze zu einem Bett umlegbar sein müssen. Ein Fernseher, ein Telefon sowie ein Kühlschrank sollten ebenfalls mit an Bord sein. Außerdem wurden ein ,schwebender" Plattenspieler und ein einzigartiges Soundsystem mit Außenlautsprecher verbaut.

Blumen, Romantik und Tierkreissymbole
Als im April 1967 die Aufzeichnung des Albums ,Sgt Pepper's Lonely Hearts Club Band" beendet war, fragte Lennon bei dem englischen Coachbuilder JP Fallon an, ob dieser dem Phantom nicht eine neue Lackierung verpassen könnte. Das von Lennon gewählte Farbschema wird heute häufig als psychedelisch bezeichnet. Bei genauem Hinsehen wird allerdings deutlich, dass es sich nicht um zufällige Strudel handelt, sondern um ein blumig-romantisches Design mit Tierkreissymbolen auf dem Dach.

1969 bis heute
Der Wagen war bis 1969 regelmäßig im Einsatz. Als Lennon 1970 in die USA zog, nahm er den Phantom V mit. Hier wurde er regelmäßig an Rockgrößen wie die Rolling Stones, Bob Dylan und The Moody Blues verliehen. Nach seiner vorübergehenden Stilllegung wurde das Fahrzeug 1977 an das Royal British Columbia Museum in Victoria, Kanada, gespendet. Dort stand es bis heute.

Eine Ausstellung ruft
Doch jetzt kehrt der bunte Rolls-Royce zurück in seine Heimat. Der Anlass ist die Ausstellung ,The Great Eight Phantoms", die vom 29. Juli bis 2. August 2017 beim Auktionshaus Bonhams in der New Bond Street in London stattfindet.

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