Rolls-Royce Phantom geleakt

Der aktuelle Rolls-Royce Phantom startete im Jahr 2003. Mit 14 Jahren ist er nach normalen Maßstäben ein automobiler Methusalem. Doch ein Rolls-Royce ist eben auch kein ganz normales Auto. Aber auch für einen Methusalem schlägt irgendwann das letzte Stündchen. Die Produktion lief bereits im Januar 2017 aus und am 27. Juli 2017 soll der Nachfolger enthüllt werden. Publikumspremiere hat das Auto dann auf der IAA (14. bis 24. September 2017). Nun sind ein paar Bilder des Fahrzeugs ,geleakt".

Neue Scheinwerfer, anderer Frontstoßfänger
Die chinesische Website www.autohome.com.cn veröffentlichte drei Bilder von dem Auto, die offenbar von einem Monitor abfotografiert wurden. Das Design stimmt mit dem der Erlkönige überein, die seit März 2016 immer wieder mal aufgetaucht sind. Die Änderungen gegenüber dem aktuellen Phantom VII sind eher dezent. Die LED-Scheinwerfer sind nicht mehr ganz so rechteckig wie bisher. Der an einen Silbertempel erinnernde Chromgrill mit der Emily oben auf dem Giebel bleibt im Grunde unverändert. Der vordere Stoßfänger wurde anders gestaltet; er enthält nun einen großen vergitterten Lufteinlass. Die Bilder zeigen eine Bicolorlackierung in Lila (Dach und Motorhaube) und Weiß (Front und Seiten) sowie dazu passende Räder mit lilafarbenen Nabenabdeckungen. Die Seitenansicht mit den langen Türen lässt vermuten, dass es sich um die Langversion des Phantom handelt.

Auf Basis der CLAR-Plattform von BMW
Der Phantom VIII soll auf der so genannten CLAR-Plattform (CLuster Architecture, zuvor als 35up bezeichnet) aufsetzen, auf der künftig alle BMWs vom 3er bis zum 7er und auch die größeren SUVs vom neuen X3 bis zum geplanten X7 beruhen werden. Sie sorgt dank vieler Alu- und Carbonteile auch für ein geringeres Gewicht des Phantom. Der aktuelle, 5,84 Meter lange Phantom ist mit 2,6 Tonnen kein Leichtgewicht. Die 6,09 Meter lange EWB-Version wiegt sogar 2,7 Tonnen und gehört damit zu den schwersten Pkw überhaupt. Zum Vergleich: Die immerhin 5,24 Meter messende Langversion des aktuellen 7er (der bereits auf der CLAR-Plattform beruht) wiegt mit Zwölfzylinder nur knapp 2,3 Tonnen.

Display statt konventioneller Instrumente
Das Cockpit des Phantom VIII kommt einem auf den ersten Blick sehr vertraut vor. Wenn man genauer hinsieht, erkennt man, dass ein Display die konventionellen Instrumente ersetzt – dies bestätigen auch Erlkönigbilder. Außerdem wurden die Luftausströmer weiter nach unten gesetzt, um Platz für ein größeres Zentraldisplay zu schaffen, das auf dem Bild allerdings hinter einer Blende versteckt ist. Die Analoguhr wurde nach rechts neben das Display versetzt. Auch das Lenkrad wurde etwas anders gestaltet, es enthält nun einen metallisch glänzenden Ring als unteren Abschluss des Pralltopfes.

Wir sind gespannt auf die Enthüllung
Motor1.com-Redakteur Steven Ewing (USA) hat den neuen Phantom bereits gesehen. Alles, was er dazu sagen darf, ist jedoch, dass das Auto in der Realität wesentlich besser aussieht als auf den geleakten Bildern. Kein Wunder: Bildtechnisch sind sie wirklich nicht optimal, aber sie dürften einen guten Ausblick auf das neue Design geben. Trotzdem darf man auf die offizielle Enthüllung am 27. Juli 2017 gespannt sein.

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