Chrysler-Marke will mit vier Modellen in Europa antreten

Die Chrysler-Marke Dodge ist in ihrer Heimat USA überaus erfolgreich. Ihr Marktanteil lag im Jahr 2004 bei stattlichen 6,9 Prozent. Die damit in den USA fünftgrößte Automobilmarke konnte im gleichen Zeitraum weltweit 1,4 Millionen Fahrzeuge verkaufen. Ein verschwindend kleiner Anteil davon ging nach Deutschland. Faktisch wurden nur einige Vipern unters Volk gebracht. Doch bald schon sollen deutlich mehr Fahrzeuge mit dem großen Kühlerkreuz über die Chrysler-Händler abgesetzt werden. Ab Anfang 2006 will Dodge in Europa und Deutschland deutlich zulegen.

Neue Euro-Modelle
Mit den aktuellen Dodge-Modellen dürfte dies jedoch kaum gelingen. Also müssen neue Konzepte und Designs für den europäischen Auto-Gaumen her. Mit Nitro und Caliber stehen zwei vielversprechende Fahrzeuge in den Startlöchern. Im Februar 2005 gab Dodge mit zwei Studien einen konkreten Vorgeschmack auf die neuen Kreuzritter.

Dodge Caliber
Bei der bereits seriennahen Studie Caliber handelt es sich um einen 4,14 Meter langen, kompakten Fünftürer. Er dürfte in der Golfklasse für einigen Wirbel sorgen. Seine wuchtige Front mit riesigem Kühlergrill und dem großen Dodge-Kreuz macht einen kraftvollen und selbstbewussten Eindruck. Auffällig sind die großen Scheinwerfereinheiten hinter Klarglasabdeckungen und die Lackierung in Sunburst-Orange. Weit ausgestellte Radkästen und die 19-Zoll-Leichtmetallfelgen verleihen der Studie einen muskulösen Auftritt. Hinter der weit nach vorne geneigten Heckklappe soll sich ein großer und variabler Innenraum befinden.

Dodge Nitro
Beim Nitro handelt es sich hingegen um einen Mittelklasse-SUV, basierend auf der Plattform des Jeep Cherokee. Neben vier Türen und fünf Sitzplätzen soll der Nitro ebenfalls einen variablen und geräumigen Gepäckraum bieten.

Günstiger Dollarkurs
Über die Preise der kommenden Modelle Caliber und Nitro gibt es noch keine Informationen. Sollte es jedoch bei dem derzeit schwachen Dollarkurs bleiben, hat Dodge bei der Preisgestaltung in Europa nach unten viel Spielraum. Die aktuell angebotene Viper ist bereits ein echtes Schnäppchen. Mit 105.000 Euro ist sie zumindest der derzeit günstigste Einstieg in die 500-PS-Klasse offener Supersportler. Übrigens wird neben Caliber und Nitro die Viper zusätzlich in einer geschlossenen Coupé-Version nach Deutschland kommen.
(mh)

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