Pimp my Maybach: Salon-Wagen fährt jetzt 314 km/h schnell

Wer bei über 300 km/h Mails checken will, kann sich in den ICE setzen und hoffen, dass der diese Geschwindigkeit auch erreicht – das schafft der Zug nämlich auf wenigen Strecken. Man kann sich aber auch einen Brabus von Maybach kaufen und dort im Fond online gehen, DVDs gucken oder über den Sinn des Lebens nachdenken. Das soll bei einer Geschwindigkeit von jetzt bis zu 314 km/h funktionieren. Bis dato war der Brabus noch bei 300 km/h gezügelt. Wie beim ICE wird es zwar nicht viele Strecken geben, die diese Spitze erlauben, aber es ist doch schön zu wissen, dass es theoretisch möglich ist.

V12 treibt das rollende Office an
Es ist wie im richtigen Leben: Damit hinten gefeiert werden kann, ist weiter vorn ein gutes Dutzend hart am Arbeiten. Das modifizierte Brabus SV12-Biturbo-Triebwerk macht den Maybach zur schnellsten Luxuslimousine der Welt. Ein Alpina B5 ist zwar genauso schnell, erscheint aber angesichts seines (vergleichsweise) spartanisch möblierten Fonds beinahe blass neben dem Koloss von Bottrop.

Schon der Original-Maybach sehr stark
Nicht, dass wir uns mißverstehen: Der Original-V12 des Maybach ist ab Werk nicht gerade ein Spargeltarzan: 550 PS ermöglichen eine Spitze von abgeregelten 250 km/h und sorgen dafür, dass der Maybach 57 in 5,2 Sekunden auf hundert katapultiert wird. Welcher andere Dreitonner kann das?

Hubraum jetzt 6,3 Liter
Das war den Mannen um Brabus-Geschäftsführer Bodo Buschmann allerdings zu wenig. Man wollte das ultimative Automobil schaffen, die Über-Luxus-Limo überhaupt. Also wurde der Hubraum von 5,5 auf 6,3 Liter vergrößert und die Leistung mittels weiteren Motor-Feintunings hochgeschraubt.

640 PS und 1.026 Newtonmeter
Nach dem Umbau produziert das Zwölfzylinder-Doppelturbo-Triebwerk nun 640 PS bei 5.100 Touren und liefert ein gigantisches Drehmoment von 1.026 Newtonmetern. Es steht schon bei 1.750 Touren bereit. Das schafft eine Sprint-Zeit von 4,9 Sekunden auf Tempo hundert. Zum Vergleich: Ein normaler Elfer-Porsche braucht dafür 5,0 Sekunden.

15 Millimeter Tieferlegung
Der Maybach rollt auf speziellen 21-Zöllern, die vorn mit 275er und hinten mit 315er Dunlop-Reifen bestückt sind. Ein spezielles Luftfederungsmodul legt den Wagen um etwa 15 Millimeter tiefer, ohne den Fahrkomfort zu beeinträchtigen.

Tagfahrleuchten in der Schürze
Auch dem Gesicht sieht man an, dass hier nicht nur ein Maybach (der schon in der Serie nicht gerade eine graue Maus ist) sondern der König der Maybachs die Straße erhellt: Zwei Zusatzscheinwerfer in der Frontschürze strahlen als Tagfahrlichter. Exklusives Lichtdesign gibt es darüber hinaus auch für die Seitenpartien und das Heck: Über die Fernbedienung können in die Karosserie integrierte LED-Leuchten aktiviert werden, die den Boden seitlich und hinter der Luxuslimousine ausleuchten und damit helfen, einen Tritt in eine Pfütze oder in ein Loch zu vermeiden.

Alles vom Feinsten
Das Innere des Salon-Wagens wurde mit feinstem Leder und Alcantara veredelt. Farblich abgesetzte Ziernähte schaffen eine noch attraktivere Optik. Mehr als 1,2 Kilometer Faden werden allein für die im Waffeldesign abgesteppte Lederpolsterung des Mitteltunnels vernäht. Dazu kommen maßgeschneiderte Bodenschoner aus Lammfell.

Größere Monitore
Darüber gibt es interessante Features für das
serienmäßige Entertainment-System. Die in die Rückseite der Vordersitze integrierten 16:9-Monitore haben bei der Brabus-Ausstattung eine Größe von 15,2 Zoll, in der Serie sind es nur neun Zoll.

PC mit 80 GB Festplatte
Auf Knopfdruck verwandelt sich der Maybach in ein luxuriöses Business-Mobil: Auf den Bildschirmen erscheint die PC-Oberfläche. Dafür kommt ein speziell für den Einsatz im Auto entwickelter PC mit 80 Gigabyte Festplatte zum Einsatz. Via UMTS ist der Computer mit dem Internet verbunden. Eine komfortable Bedienung wird durch eine handliche Funktastatur und eine optische Funkmaus sichergestellt. Über einen in die Mittelkonsole integrierten USB-Port können externe Geräte wie Drucker oder Digitalkameras angeschlossen werden.

Sechsfach DVD-Wechsler
Um auch außerhalb des Fahrzeugs online bleiben zu können, wurde ein IBM X Serie Notebook in eine elektrisch ausfahrbare Schublade im Kofferraum integriert. Dieser Computer ist ebenfalls via WLAN mit dem PC-Netzwerk des Fahrzeugs verbunden. Und: Ein zusätzlicher Sechsfach-DVD-Wechsler schafft Platz für mehrere Stunden Spielfilme.

615.000 Euro
Wer das rasende Büro haben möchte, muss den Gegenwert eines schmucken Eigenheims investieren. Für zirka 615.000 Euro wird man Besitzer des Brabus-Sprinters
(hd)

Bildergalerie: Reisender Über-Fluss