Das Beuteschema ist klar umrissen und richtet sich nach Italien und Deutschland

15 Jahre sind eine lange Zeit, doch gut Ding will Weile haben. Nach diesem Motto und mit einem großen Ziel vor Augen entwarf und baute René Beck in anderthalb Jahrzehnten seinen eigenen Supersportwagen: Den Orca C113.

Tief, breit und brutal
Wer den Supersportwagen aus der Schweiz auf der Straße sieht, dem gehen sofort drei Attribute durch den Kopf – tief, breit, brutal. Und der äußere Eindruck trügt keines falls. Hatte die letzte Entwicklungsstufe noch einen Volvo-Fünfzylinder mit gut 400 PS, so mobilisiert das stärkste Aggregat nun stolze 850 Pferdchen. Motoren Technik Mayer – kurz MTM – zeichnet sich verantwortlich für das zwangbeatmete V8-Aggregat. Mittels zweier Turbolader stämmt der 4,2-Liter-Motor ein Drehmoment von weit über 800 Newtonmetern auf die Kurbelwelle. Fahrleistungen von null auf 300 Stundenkilometer in knappen zwölf Sekunden sollen damit möglich sein. Erst bei einer Geschwindigkeit von über 400 soll die Tachonadel erlahmen.

Leichtgewicht
Der Orca baut auf Leichtbau. Brachte man früher Colin Chapman mit dem Einsatz von leichten Materialien in Verbindung, könnte in Zukunft René Beck diese Position einnehmen. Der Autobauer aus den Bergen bringt mit lediglich 850 Kilogramm inklusive vollem Tank einen wahren Leichtathleten auf die Straße. Das Gewicht des kompletten Chassis beläuft sich mit Nebenteilen auf 200 Kilogramm. Die Karosserie allein bringt es auf nur 35 Kilogramm, verteilt auf zehn Teile. Sie bestehen aus Kohlefaser beziehungsweise Kevlar und sind in vier bis sechs Lagen gebacken.

Mit oder ohne Dach
Orca-Erbauer Beck hat sich genaue Vorgaben bezüglich Stückzahl und Ausbaustufen gemacht. So sollen die Orca C113 und R113 jeweils exakt 99 mal gebaut werden. Coupè-Version C und Roadster-Modell R unterscheiden hierbei ausschließlich in der Dachkonstruktion. So kann beim R113 das Dachteil heraus genommen werden. Größere Unterschiede gibt es da schon zur höchsten Ausbaustufe – dem Orca SC7. Die genaue Bezeichnung lautet Street Competition Sieben. Und damit ist auch schon alles gesagt. Nur siebenmal gebaut, leichter als die anderen Versionen und mit Fahrleistungen oberhalb des Ferrari Enzo Ferrari, geht diese brutale Flunder schon bald auf die Jagd.
(jk)

Bildergalerie: Der Orca kommt