Ab Herbst erweitern die Schwaben ihr Angebot um zwei Allrad-Sportler

Porsche baut mit den allradgetriebenen Coupés vom Typ 911 Carrera 4 und Carrera 4S die Elfer-Familie weiter aus. Äußeres und gut sichtbares Merkmal der neuen Allradmodelle sind die um insgesamt 44 Millimeter verbreiterten hinteren Kotflügel. Sie lassen das Hinterteil des Sportlers noch knackiger wirken und erinnern an den 911er bis Baujahr 1996.

Starker Boxer
Der aktuelle Carrera 4 wird vom 3,6 Liter großen Sechszylinder-Boxer mit 325 PS angetrieben. Er beschleunigt den Allradler in knapp über fünf Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 280 Stundenkilometern. In der 4S-Variante kommt der 3,8-Liter-Boxer mit 355 PS zum Einsatz. Der Sprint bis 100 gelingt hier in weniger als fünf Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 288 Stundenkilometern.

Auf allen Vieren
Der Allradantrieb mit Visco-Lamellenkupplung bringt permanent zwischen fünf und 40 Prozent der Antriebskraft über die Vorderräder auf die Straße. Die beiden neuen Coupés sollen so in Kurven einen ausgeglichenen Vortrieb bis in den Grenzbereich und absolut stabilen Geradeauslauf bis zur Höchstgeschwindigkeit haben. Außerdem sollen sie eine verbesserte Traktion auch auf wenig griffiger Fahrbahn aufweisen. Dazu tragen auch breitere Hinterräder als beim normalen Carrera bei. Hat dieser eine 265er Bereifung, wartet der Carrera 4 mit Rädern der Dimension 295/35 ZR18 auf. Beim stärkeren Carrera 4S sind es sogar 305/30 ZR19.

Stabilitäts Management
Das Porsche Stability Management PSM verfügt beim neuen Carrera 4 und 4S über zwei zusätzliche Funktionen. Die Bremsanlage wird vor Vollbremsungen vorbefüllt, wodurch das Luftspiel zwischen Bremsbelägen und Bremsscheibe eliminiert wird. Der Anhalteweg soll sich so weiter verkürzen. Die zweite neue Funktion des PSM setzt ein, wenn der Fahrer zwar rasch, aber nicht mit voller Kraft auf die Bremse tritt. In dieser Situation gleicht die Hydraulikpumpe den fehlenden Druck aus. Alle Räder werden so in den ABS-Regelbereich gebracht. Auf diese Weise soll die optimale Bremsleistung erreicht werden.

Die Sport-Taste
Serienmäßig wird der Fahrer des Carrera 4S von Porsches Active Suspension Management PASM unterstützt. Dieses System bietet bei Normal-Einstellung eine sportlich-komfortable Grundabstimmung der Dämpfer. Betätigt der Fahrer die Sport-Taste, werden Kennfelder mit einer strafferen Abstimmung angesteuert. In beiden Stellungen orientiert sich die Abstimmung jedoch an der jeweiligen Fahrweise und Straßenbeschaffenheit. Optional ist PASM auch für den Carrera 4 erhältlich. Ebenfalls in der Aufpreisliste von Porsche findet sich ein Sportfahrwerk für beide Modelle und das Sport Chrono Paket Plus. Wer beides ordert, erhält eine um 20 Millimeter tiefer gelegte Karosserie, eine geänderte Motorsteuerung sowie ein sportlicheres Regelverhalten von PSM und PASM.

Preise
In Deutschland liegen die Preise bei 82.657 Euro für den Carrera 4 und 92.865 Euro für den Carrera 4S. Somit kostet der Antrieb über aller vier Räder 7.457 beziehungsweise 7.689 Euro mehr als beim Carrera mit Hinterradantrieb. Die Markteinführung erfolgt am 22. Oktober 2005.
(jk)

Die Kraft über vier Räder