Völlig überarbeitetes Top-Modell von Jeep feiert Premiere in New York

Eines der Glanzlichter auf der New York Auto Show Anfang April 2004 war die Weltpremiere des neuen Jeep Grand Cherokee. Der Großstadt-Indianer soll mit neuem Design und zahlreichen technischen Änderungen bereits im Herbst 2004 in den USA auf den Markt kommen. Bei Magna Steyr in Österreich werden die ersten neuen Grand Cherokee Anfang 2005 gebaut und kurz danach zu uns in den Handel kommen.

Der ,Grand" wird größer
Klassisch für ein Update: Der Grand Cherokee ist gewachsen. Neun Zentimeter mehr Radstand und 13 Zentimeter Längenzuwachs verhelfen zu einer Gesamtlänge von nunmehr 4,74 Meter und damit Passagieren und Gepäck zu mehr Platz.

Frische Kriegsbemalung
Beim Design sind die Änderungen ebenfalls moderat. Die neue Version ist weiterhin als Grand Cherokee erkennbar. Mit den rundlichen Doppelscheinwerfern ähnelt das neue Gesicht nun stärker dem kleinen Bruder Cherokee. Insgesamt wirkt der neue Grand kantiger und straffer als sein Vorgänger.

Mehr Komfort und Luxus
Der Innenraum versprüht ein deutlich nobleres Ambiente als der alte Häuptling. Dazu verhelfen ein edler Materialmix und das sehr aufgeräumt wirkende Cockpit. Die Sitze bieten besseren Seitenhalt und die Kopffreiheit ist gewachsen. Auf Wunsch gibt es den Grand Cherokee mit Navigationssystem und großem Bildschirm. Ebenso soll ein DVD-System für die Fondpassagiere erhältlich sein. Der größere Kofferraum bietet ein Mehr an Variabilität.

Handling verbessert
Der Grand Cherokee wurde außerdem fahrtechnisch aufgewertet. Zu den Neuerungen gehören das Stabilitätsprogramm ESP und ein überarbeiteter Allradantrieb. Die vordere Starrachse ist zudem einer Einzelradaufhängung gewichen. Neben verbessertem Lenkverhalten soll sich der Wendekreis verringert haben. Die hintere Starrachse ist geblieben, verbessert jedoch dank erhöhter Steifigkeit ebenfalls die Handling-Eigenschaften.

Zwei neue Motoren
Unter der Haube wird es wahlweise einen 3,7-Liter-V6-Motor mit 210 PS oder einen 325 PS starken 5,7-Liter-V8 geben. Beide Versionen verfügen über eine Fünfgang-Automatik mit manuellem Gangwechsel-Modus. Die Automatik soll sanftere Gangwechsel ermöglichen. Der V8-Motor ist mit einer Zylinderabschaltung ausgestattet. Beim Fahren im Teillastbereich wird die Hälfte der Zylinder abgestellt. Die Spritersparnis soll laut Chrysler bei etwa 20 Prozent liegen.
(mh)

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