Seit 1954 gehören die Benz mit dem ,SL" im Namen zu den Traumwagen

Die Mercedes-Sportwagen mit dem legendären Kürzel SL im Typenschild feiern Geburtstag: Seit einem halben Jahrhundert zählen sie zu den Traumwagen dieser Welt. Seit kurzem lässt ein neuer SLK die Herzen der Fans höher schlagen. Aber das haben bis jetzt jeder SL und jeder SLK der letzten 50 Jahre geschafft. Seit 1954 hat Mercedes-Benz übrigens insgesamt über 870 000 Exemplare der SL- und SLK-Roadster weltweit ausgeliefert.

Der Mythos: Born in the USA
Die Geburt des SL-Mythos fand in New York statt. Dort präsentierte die Stuttgarter Automobilmarke im Februar 1954 auf der ,International Motor Sports Show" gleich zwei der heute legendären SL-Modelle: das Flügeltürer-Coupé 300 SL und den offenen 190 SL.

300 SL: Erst 1957 die Fügel gestutzt
Der 300 SL begeisterte das Publikum mit seinen markanten ,Gullwings" und den Leistungen eines reinblütigen Rennsportwagens. Der 190 SL hingegen begründete die Roadster-Tradition der Stuttgarter Automobilmarke, denn er stellte sich in New York bereits als Open-Air-Sportwagen mit Faltverdeck vor. Der 300 SL verwandelte sich erst 1957 vom Flügeltüren-Coupé zum Roadster.

1963: Neuer Mercedes-Roadster mit Pagoden-Dach
Im Jahre 1963, als Mercedes-Benz die Produktion des 300 SL und des 190 SL einstellte, erschien ein neues SL-Modell, das vor allem durch sein ungewöhnliches Äußeres auffiel. Dominierendes Designmerkmal war ein abnehmbares Coupé-Dach, das sich zur Fahrzeugmitte absenkte. Das erinnerte an japanische Tempelarchitektur. Der Volksmund taufte diesen SL deshalb auf den Namen ,Pagode". Unter der Motorhaube arbeitete zunächst ein 150 PS starker 2,3-Liter-Sechszylinder, der den SL 230 auf 200 km/h Höchstgeschwindigkeit beschleunigte.

1971: SL-Roadster als Achtzylinder
Im Jahre 1971 folgte auf die ,Pagode" ein neuer SL, der als der am längsten produzierte Mercedes-Personenwagen gilt. 18 Jahre lang blieb er im Programm - bis 1989. Die Linien dieses Klassikers waren von vornherein auf lange Lebensdauer ausgelegt.

Satte 200 PS
Die dritte SL-Generation hatte ebenfalls ein abnehmbares Coupé-Dach. Für kraftvolle Beschleunigung sorgte auf Wunsch auch ein Achtzylinder. Seine 200 PS bei 5.800 Touren verhalfen dem Roadster zu einem Zehn- Sekunden-Spurt von null auf 100 km/h. Und auch das Maximaltempo lag mit 212 km/h höher als beim Vorgänger.

1989: Vierte Generation mit Sensor-Überrollbügel
Auf dem Internationalen Automobilsalon in Genf feierte im Frühjahr 1989 das Nachfolgermodell Weltpremiere, das bei der Sicherheit neue Maßstäbe setzte. Zu seinem serienmäßigen Sicherheitspaket gehörte zum Beispiel ein sensorgesteuerter Überrollbügel, der bei einem Crash oder einer extremen Fahrsituation automatisch binnen 0,3 Sekunden durch Federkraft und Hydraulik ausfuhr.

Patentierter Integralsitz
Als weltweit erstes Serienautomobil erhielt die SL-Klasse des Jahres 1989 serienmäßig einen aufwändig konstruierten Integralsitz ausgerüstet mit integriertem Dreipunktgurt. Der Rahmen dieses Sitzes wurde so dimensioniert, dass er beim seitlichen Aufprall Energie absorbiert. Rund 20 patentierte Detaillösungen stecken allein in diesem Integralsitz.

2001: Jetzt mit 500 AMG-PS lieferbar
Technisch und stilistisch auf den neuesten Stand gebracht, präsentiert sich seit 2001 die neue SL-Klasse, zu der inzwischen drei Modelle mit sechs, acht und zwölf Zylindern gehören. Zudem ist eine AMG-Variante mit 500 PS starkem Kompressormotor lieferbar. Ein Novum in dieser Fahrzeugklasse ist auch das Variodach, das im SL das Fahrvergnügen eines offenen Roadsters und eines Coupés bietet.

SLK-Klasse: Kompakter Roadster
1996 wurde die kompakte SLK-Klasse vorgestellt. Diese Fahrzeuge sind längst moderne Kult-Autos geworden. Das beweist nicht zuletzt auch die große Nachfrage auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Hier ist die SLK-Klasse eines der Autos mit der höchsten Wertstabilität.

Brandneuer SLK im Frühjahr 2004
Acht Jahre nach der ersten SLK-Premiere und 50 Jahre nach der Präsentation des ersten SL-Roadsters kommt im Frühjahr 2004 die zweite Generation der SLK-Klasse zu den Händlern. Er will die stärken seines Vorgängers weiter ausbauen – beispielsweise mit einem weiterentwickelten Variodach, innovativere Sicherheitssystem und durch Neuentwicklungen wie Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Abbiegelicht, ein Siebengang-Automatikgetriebe oder die Kopfraumheizung. Drei Modellvarianten der neuen SLK-Klasse stehen zur Wahl: der Vierzylinder SLK 200 Kompressor, der SLK 350 mit dem neu entwickelten V6-Motor und - erstmals in dieser Fahrzeugklasse - ein Achtzylinder von Mercedes-AMG.

Hut ab zur Stern-Fahrt