Alles über Geschichte und Zukunft des Allrad-Herstellers

Vor 25 Jahren ging der weltgrößte Hersteller von Allrad-Pkw in Deutschland an den Start. Grund genug für uns, Historie, Gegenwart und Zukunft von Subaru Deutschland Revue passieren zu lassen.

Start am 10. Oktober 1980
Am 10. Oktober 1980 unterzeichneten Fuji Heavy Industries (FHI), Mitsui & Co. und ein Autohändler aus Bad Hersfeld den Gründungsvertrag für die Subaru Deutschland GmbH. Seither werden die Subaru-Fahrzeuge von FHI über eine eigene Vertriebsgesellschaft in Deutschland vermarktet. Der Erfolg des Systems zeigt sich in den Zulassungszahlen: Bis Ende 2004 hat Subaru in Deutschland exakt 275.214 allradgetriebene Fahrzeuge verkauft.

Allrad-Pionier seit 33 Jahren
Bereits 1972 hatte sich die Marke in Japan als Pionier des Allradantriebs profiliert: Im September vor 33 Jahren begann mit dem Subaru Leone Station Wagon AWD und seinem serienmäßigen Allradantrieb eine neue Antriebsära. Seither hat Subaru weltweit über acht Millionen Allrad-Pkw gebaut und ist damit Marktführer in diesem Segment. Erst 1980, acht Jahre nach dem Leone Station Wagon AWD, folgte übrigens Audi dem neuen Trend und brachte sein erstes Allradmodell auf den Markt.

Zunächst übersichtliches Programm
Anfangs war das Subaru-Modellprogramm noch übersichtlich: Es bestand aus dem 1800 Sedan, dem 1800 Station und dem SRX, dem späteren Tourismo. Die drei zeichneten sich durch ein eher zurückhaltendes Styling aus. Wenn es aber gelang, die potenziellen Kunden ins Auto und zum Fahren zu bringen, dann waren sie recht schnell zu überzeugen, so Subaru. Der Erfolg stellte sich ein, die Verkaufszahlen kletterten kontinuierlich nach oben.

Gold-Rosi macht Werbung
Im Sommer 1981 schlossen Rosi Mittermaier (die Gold-Rosi) und Christian Neureuther, die beiden Sympathieträger des Skisports, einen Werbevertrag mit Subaru. Damit war es vorbei mit dem Inkognito für die Marke. In diesem Jahr brachte Subaru 2.622 Allrad-Pkw an deutsche Kunden. Die Importzentrale in Bad Hersfeld platzte bald aus allen Nähten. Also kaufte man das damals 55.000 Quadratmeter große Gelände in Friedberg und zog im März 1985 um.

Das Geld kam aus der Schweiz
Ein Jahr später, am 1. April 1986, trat die schweizerische Emil-Frey-Gruppe als Gesellschafter bei der Subaru Deutschland GmbH ein. Heute hält die Gruppe 55 Prozent, 40 Prozent liegen bei der Handelsgesellschaft Mitsui, fünf Prozent beim Mutterkonzern Fuji Heavy Industries. 120 Beschäftigte arbeiten für die Subaru Deutschland GmbH. Seit dem 1. August 2000 führt der Schweizer Jens Becker als Managing Director die Geschäfte.

Wachstum gegen den Trend
9.209 Autos hat Subaru im Jahr 2004 in Deutschland verkauft – 789 Einheiten mehr als im Jahr davor. Das entspricht einem Plus von 9,37 Prozent. Damit hat Subaru sein Planziel von 9.000 Einheiten in Deutschland übertroffen und seinen Marktanteil auf 0,28 Prozent gesteigert. Die positive Entwicklung erreichte Subaru in einem weiterhin schwachen Umfeld. Jens Becker zeigt sich über das stetige Wachstum sehr zufrieden: ,Wir haben jetzt zwei Jahre hintereinander ein deutliches Wachstum verzeichnet. Dass uns diese Steigerung trotz eines weiterhin schwachen Gesamtmarktes gelungen ist, freut mich besonders."

Bestseller 2004: Der Forester
Bestseller war 2004 zum wiederholten Mal der Forester, für den sich 33,7 Prozent aller Subaru-Käufer entschieden. Auf den Plätzen folgen Justy (20,5 Prozent), Legacy (19,3 Prozent), das Topmodell Outback (15,6 Prozent) und der Impreza (10,8 Prozent). Im Jubiläumsjahr rechnet die Subaru Deutschland GmbH mit 10.000 verkauften Fahrzeugen in Deutschland.

Tragende Säule: Starkes Händlernetz
Ein starkes Händlernetz hat sich beim nachhaltigen Aufbau von Subaru in Deutschland als tragende Säule erwiesen. Es umfasst zurzeit 399 Vertriebs- und Service-Partner. 170 der 399 Händler sind seit 15 oder mehr Jahren dabei. Über 60 Händler begleiten Subaru seit den Anfangstagen. Mittelfristig ist der Ausbau auf eine Kapazität von 460 Stützpunkten geplant.

Spitze im TÜV-Report
Das ausgezeichnete Abschneiden der Subaru-Modelle im TÜV-Report 2005 bestätigt die Ergebnisse der letzten Jahre: Immer war Subaru auf Spitzenpositionen zu finden. Außerdem sind Subaru-Kunden zufriedene Kunden. Das belegen Bestplatzierungen bei den Stimmungsbarometern wie ADAC AutoMarxX oder CSI (Customer Satisfaction Index). Subaru hat sich auch im Marken-Ranking von Marktforschungsinstituten wie J.D. Power and Associates in der Spitzengruppe etabliert. Nicht zuletzt hat Subaru die zufriedensten Autohändler in Deutschland. Das ergab die diesjährige Untersuchung zur Händlerzufriedenheit DSI, die übrigens zum achten Mal gewonnen wurde.

Auf dem Weg zur Premium-Marke
Subaru entwickelt sich im Jubiläumsjahr 2005 auch in Deutschland zielstrebig zur Premium-Marke. Zielgruppen und Image haben sich seit 1980 sichtbar verändert, auch die Modellpolitik folgt einem neuen Plan. Typen wie der sportlich-elegante Legacy 3.0R spec.B, der Forester 2.5XT mit dem neuen 210 PS starken 2,5-Liter-Turbomotor, der Outback 3.0R und das kommende neue Topmodell B9 Tribeca orientieren Subaru in Richtung Eleganz, Leistung und Lifestyle.

DJ BoBo steht auf Subaru
Neben Mittermaier und Neureuther sponsert der Friedberger Allradspezialist mit den Weltstars DJ BoBo und Haddaway sowie Deutschlands schönster Wetterfee Claudia Kleinert heute authentische Partner, die die Marke für eine junge, dynamisch-sportliche Klientel attraktiv machen sollen. So ist Subaru Deutschland offizieller Partner für den deutschen Teil der Tour 2005 ,Pirates of Dance" von DJ BoBo. Der Familienvater fährt aus Überzeugung Subaru Legacy 3.0R Kombi – der Sicherheit wegen.

Noch mehr Prominente fahren Subaru
,What is Love" – dieses Lied war 1993 der ,Chartbuster". Haddaway ist der Name des Mannes, der diesen Welthit schrieb. Und sein Fahrzeug ist ein Impreza WRX STi. Wetterfee Claudia Kleinert fährt einen schwarzen Subaru Forester 2.0XT Turbo. Und Rosi Mittermaier fährt übrigens aktuell einen Forester Rinspeed, Christian Neureuther einen Outback 3.0.

Der Mutterkonzern Fuji Heavy Industries
Subaru ist der weltgrößte Hersteller von allradgetriebenen Pkw. Die Marke gehört zum japanischen Konzern Fuji Heavy Industries (FHI). FHI zählt zu Japans größten Herstellern von Transporttechnologie und baut Lokomotiven und Busse, Industrieanlagen und Landmaschinen, Wasserpumpen und Generatoren, Zivil- und Militärflugzeuge und Flugzeugteile.

General Motors mit 20 Prozent beteiligt
Im Dezember 1999 unterzeichneten (FHI) und General Motors eine Vereinbarung über eine strategische Allianz. Damit wurde GM zum größten Aktionär von Fuji Heavy mit einem Anteil von 20 Prozent. FHI wurde im Rahmen dieser Allianz das ,Center of Expertise" für die GM-Gruppe in den Bereichen, in denen FHI einen Technologievorsprung besitzt – Allradtechnik und CVT-Getriebe.

Konzentration auf Kernbereiche
Im Rahmen des Fünfjahresplans ,Fuji Dynamic Revolution-1" will FHI sich noch stärker auf das profitable Kerngeschäft konzentrieren: Das Automobilgeschäft bekommt noch mehr Gewicht. Laut Plan soll der Automobilabsatz von derzeit 600.000 bis 2007 weltweit auf 760.000 Einheiten anwachsen.

Design-Revolution mit Andreas Zapatinas
Seit April 2002 ist Andreas Zapatinas Chef für Advanced Design bei Subaru. Der Grieche arbeitete für Pininfarina, Fiat und BMW. Seit Dezember 1998 war er Direktor des Alfa Romeo Centro Stile und mitverantwortlich für den Alfa 147. Seine Aufgabe ist die Emotionalisierung der Marke Subaru mit den Zielen ,innovativ, couragiert, sportiv." Schon bei seinem ersten Auftritt war er der Star: Auf der Tokyo Motor Show 2003 sorgte sein Subaru B9SC für Furore. Das Auto ist ein klassischer Roadster mit eigenwilligem Design. Und mit dem SUV B9 Tribeca will Subaru in eine neue Ära starten.

Zukunftstechnologie Hybrid
Für die Zukunft setzt Subaru ähnlich wie Toyota auf den Hybridantrieb. Tomoya Kobayashi, Product General Manager Planning and Portfolio Division, ist überzeugt: ,Dem Hybridantrieb gehört die Zukunft. Wir sehen darin vor allem die Möglichkeit der Leistungssteigerung." Subaru hat ein Konzept mit Elektromotor entwickelt, der 136 PS leistet und bis 80 km/h den Vortrieb allein besorgt. Erst danach greift ein 140 PS starker Zweiliter-Boxermotor ein.

Dieselmotoren in der Entwicklung
Fahrzeuge mit Dieselmotor hat Subaru derzeit nicht im Modellprogramm. Allerdings sind selbstzündende Boxermotoren mit vier und sechs Zylindern als Prototypen bereits fertig entwickelt. Mit Dieselmotor könnten in Deutschland mehr Subarus verkauft werden. Denn in der Kategorie der SUV, in dem Subaru mit dem Forester antritt, liegt der Dieselanteil bei weit über 50 Prozent.

Serienproduktion möglich
So gravierend die Auswirkungen für den Auftritt von Subaru auf den europäischen Märkten auch sind – für den global agierenden Konzern Fuji Heavy Industries halten sich die Nachteile bislang in Grenzen: Europa ist der einzige Markt weltweit, der Dieselmotoren in großem Stil nachfragt. Derzeit laufen Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsstudien. Die Serienproduktion von Boxer-Dieselmotoren und die Einführung von Subaru Dieselfahrzeugen wären noch vor Ablauf dieses Jahrzehnts möglich.
(ph)

Silberjubiläum: 25 Jahre Subaru in Deutschland